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Damiana Mariani

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Chef Flynn

Ganz schnell ganz gross

Als sein Vater Entzug macht, sucht er Zuflucht und findet sie in Kochbüchern. Mit 15 eröffnet er sein erstes Pop-up-Restaurant. Heute mit zwanzig fehlen ihm nur noch die Michelin-Sterne. Flynn McGarry ist New Yorks jüngster Wunderkoch.

Seit der Eröffnung vor einem Jahr ist das New Yorker Restaurant Gem in aller Munde. Damals, kurz nach seinem 19. Geburtstag hatte Flynn McGarry den Vertrag in den Händen, nur musste ihn seine Schwester unterzeichnen, weil man mit 19 in den USA noch keine Alkohollizenz kriegt. Seither wird jeder seiner Schritte mit Argusaugen verfolgt. „Alle erwarten, dass ich scheitern werde“, sagt McGarry in einer Doku. Und einer seiner Köche pfl ichtet ihm bei: „Die wollen nicht, dass wir so gut sind, aber wir sind es trotzdem.“ Die Gastronomie ist ein beinhartes Business und insbesondere der New Yorker Markt stark umkämpft. Nirgendwo sonst kommen derart viele Starköche zusammen. Wer hier bestehen will, kann sich keine Fehler leisten. McGarry spürt den Druck, sagt aber, ohne Druck komme sowieso nichts Grossartiges zustande. Ein Satz, der charakteristisch für ihn ist.

McGarry arbeitet akribisch, 16 bis 18 Stunden täglich. Neider wie Hassmails blendet er aus. Manche nehmen es ihm übel, dass er mit zwanzig erreicht hat, wovon andere mit zwanzig zu träumen anfangen. Sie vergessen dabei, wie lange sich Flynn schon in der Kochkunst übt.

Als sich seine Eltern scheiden lassen, macht der Vater Entzug. Flynn ist einsam und die Fertigprodukte aus dem Supermarkt bald leid. Er experimentiert sich durch Kochbücher, die zu Hause rumliegen. Und auf einmal kann er an nichts anderes mehr denken. Berühmte Köche werden zu Rockstars, die er anhimmelt. Seine Obsession geht soweit, dass ihm seine Eltern auf Drängen hin eine Küche im Kinderzimmer installieren. Da steht er dann, zarte zehn Jahre jung, flambiert und karamellisiert. Sein teuerstes Objekt ist ein 300-Dollar-Sous-Vide-Garer, für den die ganze Familie zusammenlegt.

Mit zwölf startet McGarry seine Karriere als professioneller Koch. Während sich seine Schulkameraden zu Baseball Matches verabreden, tüftelt der sommersprossige Rotschopf an Rezepten. Er veranstaltet Abendessen für Familie und Freunde, serviert mehrere exquisite Gänge mit Zutaten, die Gleichaltrige nicht mal buchstabieren können. Weil es sich seine Mutter bald nicht mehr leisten kann, haufenweise Lebensmittel anzuschleppen, damit der Junge sein Können perfektionieren kann, lanciert Flynn offizielle Pop-up-Dinners.

Wunderknabe am Werk

Das New York Times Magazine feiert ihn als Entdeckung der Gastronomie, da ist er gerade mal 15. Das Cover zeigt den Wunderknaben am Werk, hochkonzentriert. Zeitgleich eröffnet er im West Village sein erstes Pop-up-Restaurant Eureka. Journalist Christopher Noxon schreibt nach einem Besuch für den New Yorker von Momenten, da er dachte: Verdammte Scheisse, etwas Besseres hab ich nie im Mund gehabt!

Und jetzt das Gem. Die meisten Gerichte serviert Flynn selbst wie damals bei sich zu Hause. Eine ungezwungene Atmosphäre ist ihm wichtig, beim Essen soll man sich wohl fühlen. Ein typisches Abendessen im Gem besteht aus 12 bis 15 Gängen, für die man sich zwei Stunden Zeit gönnen sollte. Die Kosten belaufen sich dabei auf 200 Dollar. In New York gebe man schnell dieselbe Summe für ein gutes Essen oder anderes aus, rechtfertigt McGarry den Preis. Liest man Rezensionen von Leuten, die da waren, überschlagen sich die Superlative, von kulinarischer Entdeckung ist die Rede, von explosiven Erfahrungen. Im Moment, sieht es nicht danach aus, als ob er jemals scheitern würde …

Flynn McGarry kommt erstmals in die Schweiz. Im Rahmen des Gourmetfestival `19 kocht das «culinary wunderkind» vom 8. bis 9. November 2019 auf der Excellence Princess während einer Flussfahrt von Basel nach Strassburg und wieder zurück. Weitere Infos und Tickets auf: www.mittelthurgau.ch.

Photos Copyrights: Restaurant Gem, Joshua Aronson, mittelthurgau.ch, Angela Pham/BFA.com

Revolution des Tourismus

Es ist eine Wandlung zum Wunschbild: Tourismus ökologisch vertretbar zu machen. In ihrem neuen Bildband Bon Voyage führt uns die französische Journalistin Clara le Fort zu den schönsten nachhaltigsten Hotels der Welt. Dabei geht es um Umwelt- und Artenschutz sowie Schulbildung vor Ort.

Indonesiens populärstes Reisedomizil versinkt im Müll. Tagtäglich kippen unzählige Lastwagen weit über 1’000 Tonnen Abfall auf den balinesischen garbage mountain. Darunter befinden sich PET-Flaschen, Plastiksäcke, Damenbinden, Styroporverpackungen. Das meiste kommt von den Hotels. Es ist der hohe Preis von Touristenströmen, wie man sie überall auf der Welt findet: verschmutze Meere, verschmutze Strände, sterbende Flora und Fauna umgeben von Massentourismus. Manche Gegenden ächzten derart unter der florierenden Reisebranche, dass sich Behörden zu drastischen Massnahmen wie Zugangsbeschränkungen und Totalsperren gezwungen sehen.

Bawah Reserve

Das Antidot zum Massentourismus finden wir im Südchinesischen Meer, hier liegt das Anambas-Archipel, eine indonesische Inselgruppe. Sein Wasser ist glasklar und saphirblau, die Strände scheinen unberührt. Noch vor wenigen Jahre drohte illegale Dynamitfischerei die farbenprächtige Unterwasserwelt des Archipels gänzlich zu zerstören. Nun sind die Anambasinseln eines der ersten Meeresschutzgebiete Indonesiens und das Zuhause des Namen Bawah Reserve. In Zusammenarbeit mit der Bawah Anambas Foundation setzt sich das Luxusresort für den Erhalt der Biodiversität des Archipels ein, betreibt Umweltaufklärung bei der Bevölkerung und lebt Nachhaltigkeit vor. So wird die Permakulturanlage mit Abwasser gewässert, meeresfreundliche Sonnencreme, umweltfreundliches Waschmittel und keinerlei Plastik eingesetzt. Alle Abfälle werden recycelt, Lebensmittel kompostiert. An Land fahren wenn, nur elektrische Buggys und die beiden eingesetzten Boote sind solarbetrieben. Der Preis für eines der Bambus-Bungalows liegt im vierstelligen Bereich, dafür kriegt man, was schwer zu finden geworden ist: Natur im Einklang mit sich selbst.

Das Bawah Reserve ist eines von über 50 Resorts, die es in Clara le Forts Bon Voyage geschafft haben. Der knapp 300 Seiten lange Bildband widmet sich wegweisenden Ökoresorts, die dabei sind, die Reisebranche zu revolutionieren. Dabei geht es um viel mehr als Solarzellen und Bio-Gärten, es geht um Umwelt- und Artenschutz, genauso wie um die Bedürfnisse der heimischen Bevölkerung, um Schulen und Bildung. Laut Studien ist die Tourismusbranche für acht Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich. Und immer mehr Menschen überdenken ihren für die Natur untragbaren Lebensstil. Keine Frage, für die Umwelt ist es besser, erst gar nicht in ein Flugzeug zu steigen, wer es dennoch tut, kann sein Gewissen mit sanftem Tourismus beruhigen

Omaanda Lodge

Sanften Tourismus findet man auch im südlichen Afrika. Mit seinen Reservaten zählt Namibia mittlerweile zu den weltweiten Vorreitern in Sachen Naturschutz. Und hier, unweit der Hauptstadt Windhoek, inmitten eines 9’000 Hektar grossen Naturreservats heisst die Omaanda Lodge ihre Gäste willkommen. Omaanda bedeutet Nashorn auf Oshiwambo und spielt auf das umliegende Schutzgebiet für Wildtiere an. Zusammen mit der 2006 ins Leben gerufenen N/a’an ku sê Foundation entwickelt die Luxuslodge Richtlinien für den Schutz des sensiblen Ökosystems und macht sich für verantwortungsvollen Tourismus stark.

Daneben betreuen sie verwaiste und verletzte Wildtiere und kümmern sich um die ärztliche und soziale Versorgung des indigenen Stammes der San. Diesen können Gäste – anders als bei herkömmlichen Wildlife-Safaris – besuchen und im Shiloh Wildlife Sanctuary Eindrücke für den Tierschutz aus erster Hand gewinnen. In der Zufluchtsstätte erholen sich von Wilderern zugerichtete Nashörner und Elefanten, ehe sie wieder in das Naturschutzgebiet zurückkehren können.

Le Barn Hotel

Wie gut Nachhaltigkeit auf dem Bauernhof funktioniert, erfährt man im Le Barn, im französischen Fôret de Rambouillet. Zwischen Eichen, Ulmen und Silberbirken, umgeben von freilaufenden Hasen, Pferden und Rehen, befindet sich, eingebettet in idyllischer Natur, ein Refugium des Glücks. Das Anwesen umfasst 200 Hektar, auf denen allein die Natur das Sagen hat. Eine einstige Mühle, mehrere Scheunen und ein Schafstall wurden zu einem modernen Entspannungshotel umfunktioniert, das energieeffizient und nachhaltig arbeitet. Seine Gäste werden eingeladen, zu reiten, zu wandern, Fahrrad zu fahren, Pilze zu sammeln und vor allem, abzuschalten. Gegessen wird an langen Holztischen unterm Glasdach. Die Zutaten der Gerichte stammen aus dem hauseigenen Bio-Garten oder von lokalen Produzenten.

 

Photos Copyrights: Le Barn, Leonardo Finotti, Peter Guenzel, Cyrielle Astaing / Rigotang, Eleven Experience, Micheal Turek, Günter Standl, Roman Cho, Bon Voyage, Omaanda Lodge, Bawah Reserve

„Kunst ist Leben“

Mario Mazzoleni gilt als einer der renommiertesten Galeristen Italiens und größter Sammler von Andy Warhols Werken.  Bei einem Hausbrand würde er dennoch zuerst seine Familie retten. „Ich bin kein Materialist“, sagt Mazzoleni. Wann in seinen Augen ein Bild zu teuer ist, was Warhol als Künstler so besonders macht und warum er mit seiner Sammlerlust keine fehlende Mutterliebe ersetzt.

Herr Mazzoleni, erinnern Sie sich an das erste Kunstwerk, das Sie erstanden haben?
Sehr gern sogar. Es war eine wunderschöne Zeichnung auf Holz von Gianfranco Ferroni, ein bedeutender italienischer Maler. Ich habe sie direkt von ihm erworben, mit meinem Ersparten, ich war damals fünfzehn.

Sotheby’s erzielte vergangenes Jahr mit dem Gemälde „Liegender Akt (auf der linken Seite)“ von Amedeo Modigliani einen Rekordpreis von 157 Millionen Dollar. Ist das nicht absurd?
Der Kunstmarkt entwickelt sich immer mehr in diese Richtung. Ich würde nicht sagen absurd, aber gewiss übertrieben. So lange es Interessenten gibt, die bereit sind, solche Summen für ein Gemälde zu bezahlen, so lange wird es auch Preise in dieser Grössenordnung geben. Mir gefällt, dass es Menschen gibt, die lieber solche Summen für ein Kunstwerk als für eine Jacht ausgeben.

Wann ist ein Bild zu teuer?
Wenn der Preis die Qualität übersteigt. Bedauerlicherweise geht es in der Kunst heutzutage viel um Marketing und wenig um Technik. Gerade bei jungen Nachwuchskünstlern sehe ich reichlich Improvisation. Wichtige Galerien fördern Kritiker, die Sympathien für Werke hegen, die wenig Substanz haben. Wichtig ist eine gute Balance. Die Qualität soll den Preis rechtfertigen.

Haben Sie auch schon zu viel für ein Bild ausgegeben?
Nein, meine Stiftung ist sehr wachsam bezüglich Preis und Qualität.

Welches Kunstwerk hat Ihren Verstand von Kunst nachhaltig geprägt?
Ich bin im Land von Caravaggio geboren. Schon als Kind faszinierten mich seine Skulpturen. Für mich ist Caravaggio der grossartigste Künstler überhaupt.

Ein anderer Künstler, den Sie sehr schätzen: Andy Warhol. Was machen seine Werke so besonders?
Warhol war ein Genie. Exzentrisch und talentiert. Ich hatte das Vergnügen, ihn mehrmals zu treffen. Seine Werke sind im Laufe der Jahre bei Sammlern immer beliebter geworden. Wie kaum ein anderer verstand er es, Marketing für sein Schaffen zu betreiben. Aber dahinter lag viel Können. Er hat die zeitgenössische Kunstszene stark geprägt. Die Idee der Factory war schlicht brillant und führte zu einer Reihe ähnlicher Projekte auf der ganzen Welt. Es ist bedauerlich, dass es keinen zweiten wie ihn gibt. Es bräuchte tausend Andy Warhols.

Gibt es ein Kunstwerk von ihm, das Sie noch unbedingt haben möchten?
Ich würde behaupten, ich besitze bereits seine interessantesten Werke und Relikte. Angefangen bei Michael Jacksons Gitarre, signiert vom Popstar und Warhol persönlich, über die Einladung an Marilyn Monroe zur Ausstellung der Castelli Galerie, bis zum Mao. Meine letzte Errungenschaft war ein lilafarbener elektrischer Stuhl, der 85ste von insgesamt 250 Exemplaren. Ein wunderschönes historisches Werk.

Ist es verwerflich, Kunst aus rein monetären Interessen zu sammeln, ohne Verständnis für ihre Schönheit?
Absolut, ja. Es ist mir unverständlich, wie man Kunst als blosse Handelsware betrachten kann. Ich erstehe und sammle lediglich Kunstwerke, die mich begeistern, die eine Geschichte erzählen. Nie würde ich ein Gemälde in meinen Galerien ausstellen, das mir nicht gefällt oder keine Botschaft vermittelt.

Was sagen Sie zu Sigmund Freuds These: Sammler kompensieren Entbehrung, die sie als Kind durch fehlende Mutterliebe erlitten haben?
Ich verehre Sigmund Freud, ein grossartiger Denker, und natürlich hat er Recht. Was mich jedoch betrifft, ist es reine Passion. Ich bin mit Bildern unter meinem Bett aufgewachsen. Ich habe immer Kunst geatmet, es ist mir eingeimpft, verstehen Sie? Und darum liegt mir meine Stiftung so am Herzen, es geht mir darum, ein eigenes Museum zu schaffen, um die Kunst der jüngeren Generation näherzubringen, sie ihnen kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Man hat herausgefunden, dass kreative Menschen weniger aggressiv sind. Indem man jungen Menschen die Kunst näherbringt, bewegt man sie auch dazu, selber welche zu schaffen?
Ich sehe immer wieder so viele Kunstwerke und Gebäude, die ohne Achtung vor unserer Vergangenheit und Kultur von Vandalen zerstört wurden. Junge Menschen sind oft von den falschen Dingen abgelenkt, sie ziehen das Tablet einem Buch vor, gehen lieber ins Einkaufszentrum als ins Museum. Gerade deshalb sollten Museen für alle unter 21-Jährigen kostenfrei zugänglich sein.

Denn wer die Kunst versteht, bejaht das Leben, zumindest dessen Schönheit?
So ist es. Kunst ist Emotion, ist Leben. Es ist unsere Pflicht, sie zu lieben.

 

Photos Copyrights: Mario Mazzoleni LDS

Die Legende – Jean-Michel Basquiat

Keiner wollte einer Generation angehören, die einem weiteren Van Gogh verkennt. Wie Jean-Michel Basquiat die New Yorker Kunstszene im Sturm eroberte.

Er gewinnt als Kind keinen Wettbewerb. Seine Zeichnungen gelten als chaotisch. Einmal verliert er gegen einen Jungen, der einen mustergültigen Spiderman abliefert. Seinem Selbstvertrauen tut das keinen Abbruch, Jean-Michel Basquiat weiss oder glaubt zu wissen, dass er zur Ikone, zur Legende berufen ist. Und tatsächlich soll ihm schon bald als erstem Afroamerikaner der Durchbruch in der New Yorker Kunstszene gelingen.

Vier Jahre um reich, sechs um berühmt zu werden

Die meisten Gemälde Basquiats sind farbenreich. Er hat alles übermalt, das ihm nicht gefällt oder eben doch. Eine Schicht folgt auf die andere, und nein, das ist nicht Chaos, das ist Reichtum, besitzt Tiefe. Da ist diese geballte rohe Kraft. Die Bilder sind laut, schreien dich an. Vier Jahre um berühmt, sechs um reich zu werden, so viel Zeit hat sich Basquiat gegeben. Damals, als Junge ohne Wettbewerbsbestätigung und nicht genug Geld für Leinwände in der Tasche, klang das utopisch, war es aber nicht. Jean-Michel Basquiat sollte schon bald eine neue visuelle Sprache erfinden und New York damit im Sturm erobern.

Mit sechs Jahren wird Jean-Michel von einem Auto angefahren. Als seine Mutter ihn im Krankenhaus besucht, schenkt sie ihm ein Buch über die menschliche Anatomie. Der Unfall, seine erste Erinnerung, das Buch, seine erste Inspirationsquelle. Später wird man in seinen Werken immer wieder Narben, Organe und Skelette entdecken. Vorerst aber zieht Basquiat unter dem Pseudonym SAMO (same old shit) durch sie Strassen New Yorks und besprayt alles, das still hält. Seine aphoristischen Graffitis wecken bald das Interesse von Galleristen und so führt das eine zum anderen. Eines Tages verkauft er an Andy Warhol selbstbemalte Postkarten für weniger als fünf Dollar. Zwei Jahre später kosten seine Bilder bereits bis zu 10‘000 Dollar. Das Geld wird ihm zugeschoben, nicht immer ein Vertrag abgeschlossen, manchmal wird mit Drogen bezahlt. Ein extravaganter Lebensstil, der so nicht anhalten kann, nimmt seinen Lauf. Kostspielige Partys, Kaviar und Crystal Meth. In manchen Wochen verprasst Basquiat bis zu 2‘000 Dollar für Drogen allein. Aus der Begegnung mit Warhol entsteht eine fruchtbare Beziehung, gemeinsames Schaffen erntet jedoch wenig Applaus, Warhol und sein fleissiger Schützling distanzieren sich voneinander. Als Warhol stirbt, stürzt Basquiat in eine Krise. Interviews, die er nun gibt, sind schwer zu ertragen, er stottert, verschluckt Antworten, versteht Fragen falsch. Es folgt ein Entzug, aus dem der 27-Jährige voller Leben und Tatendrang zurückkehrt. In sein Tagebuch schreibt Basquiat, dass er sich ein Saxophon kaufen möchte, kurz darauf stirbt er an einer Überdosis Heroin.

„Je mehr ich male, desto mehr gefällt mir alles.“

Basquiat, der Gefeierte

In nur acht Jahren gelang es Basquiat, ein umfängliches Oeuvre zu schaffen und neue figurative und expressive Elemente in der amerikanischen Kunst der Nachkriegszeit zu etablieren. Seine Werke zählen heute zu den gefragtesten Kunstobjekten des 20. Jahrhunderts.
2017 versteigerte Sothebys eines seiner Bilder für 110,5 Millionen Dollar. Somit ist Basquiat im obersten Preissegment des weltweiten Kunstmarkts angekommen. Taschen veröffentlicht mit JEAN-MICHEL BASQUIAT nun eine XXL-Monografie, die die Werke des eigenwilligen Künstlers in ihrer oft wilden und nicht immer leicht zu entschlüsselnden Verschränkung von Text und Bild studieren lässt. Ein wundervolles, für Kunstliebhaber absolut notwendiges Buch, das zeigt, dass die Werke Basquiats auch nach über dreissig Jahren nichts von ihrer Kraft eingebüsst haben.

„Wenn ich male, mache ich mir keine Gedanken über Kunst, ich versuche, ans Leben zu denken.“

Photos Copyrights: Taschen Verlag, © The Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York

Kultiviertes Design

Minimalismus ist stilvoll und zeitlos, dass er auch warm sein kann, zeigt der niederländische Interior-Brand HKLIVING. Die beiden Kindheitsfreunde Emiel Hetsen und Sander Klaver bringen uns nordisches Design mit einem asiatischen Touch.

Dschungel-Fieber im modernen Grossstadtapartment: der Wall Chart aus bedrucktem Leinen-Baumwoll-Stoff.

Auch bei den Lampen sind in der aktuellen Kollektion asiatische Einflüsse zu finden. Diese traditionelle Laterne aus Stoff und Bambus gibt’s in ver-
schiedenen Ausführungen.

In der Küche setzt HKliving auf natürliche Elemente wie Holz und Baumscheiben sowie kreative Glasuren auf schöner Keramik.

Bequem sitzen, um länger zusammen zu sein.

Minimalismus stilvoll umgesetzt – so sieht das Wohnzimmer bei HKliving aus. Die Couch lässt sich aus verschiedenen Elementen individuell zusammensetzen.

Japanischer Minimalismus und Mut zu unkonventionellen Farben machen den kleinen grossen Unterschied.

Die Menge macht’s und natürlich auch der Stil: Bei HKliving überzeugen die Kissen in verschiedenen Farben und Formen.

Photos Copyrights: HKliving

Michael Haneke – der Ausnahmeregisseur

„Die Zuschauer haben es natürlich lieber, einer schön verpackten Lüge zu begegnen. Wahrheit tut weh, deswegen will man sie nicht sehen.“

Er führt uns das Leben vor, dem wir uns so gern entziehen. Hoffmann & Campe publiziert nun sämtliche seiner bedeutenden Drehbücher in einem Band. Warum Michael Handke einer der letzten genialen Filmemacher ist.

Eine ältere Frau erleidet einen Schlaganfall. Fortan ist sie eine Gefangene ihrer selbst, an Rollstuhl und Bett gefesselt, auf Pflege angewiesen, muss sie die Schmach erdulden, sich einzunässen, sich von fremden Händen waschen zu lassen. Alles geht dahin, die Freiheit, die Würde, die Sprache, alles, was das Leben lebenswert machte, doch er ist noch da, Georges, ihr Mann. Und mit ihm die Liebe. Er hat ihr versprochen, dass er sie nicht wegbringt. Und nun bittet sie ihn eindringlich, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Das ist LIEBE, Michael Hanekes elfter Kinofilm, ein Geniestreich. Dafür gab es 2012 gar einen Oscar, obschon sich der österreichische Autorenfilmer fernab jeglicher Hollywood-Formel bewegt. Seine Werke sind frei von Klischees und ohne jegliche Sentimentalität. „Im Mainstream gibt es Regeln“, so Haneke, „Tieren und Kindern darf nichts passieren. Aber in der Wirklichkeit passiert ihnen halt doch etwas.“ Und um diese Wirklichkeit, um die geht es. Hanekes Filme sind hart und grausam und von warmer Schönheit zugleich. Sie zeigen uns das Leben, wie es ist, nicht schöner, nicht besser. Dabei meidet es der Visionär, irgendwelche Botschaften zu vermitteln. In einem Haneke gibt es keine Antworten, vielmehr werden Fragen aufgeworfen.

Haneke wächst in Wiener Neustadt in einer Schauspielerfamilie auf. Angeblich will er in jungen Jahren die Schule schmeissen, um selbst Schauspieler zu werden, studiert dann aber in Wien Philosophie, Psychologie und Theaterwissenschaften. Mit 47 präsentiert er seinen ersten Kinofilm, DER SIEBENTE KONTINENT, verstört und wappnet uns auf die schonungslose Wahrheit, die mit seinen nachkommenden Werken auf uns niederprasseln wird. Um nur drei davon zu nennen: In BENNYS VIDEO tötet 1992 ein Teenager aus Sensationslust ein Mädchen und filmt das Verbrechen. Bemüht, den Jungen aus der Scheisse zu ziehen, in die er sich selbst geritten hat, machen sich seine Eltern strafbar. Ein Mass an Loyalität, das der Protagonist selbst nicht erwidern wird. Mit DIE KLAVIERSPIELERIN adaptiert Haneke 2001 den gleichnamigen Roman der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Schnörkellos inszeniert er die Geschichte einer innerlich abgestumpften Klavierlehrerin, die von ihrer kontrollsüchtigen Mutter zur Pianistin gedrillt wird und deren Bemühen, um ein sadomasochistisches Verhältnis mit einem ihrer Schüler scheitert. DAS WEISSE BAND – EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE handelt von mysteriösen Vorfällen und traumatisierenden Übergriffen an durch 
herrische Erziehung fügig gemachten Kindern in einem protestantischen Dorf. Der Film, anstrengend, schwer, aber genial, wurde 2009 in Cannes mit der Goldenen Palme prämiert. Hoffmann & Campe hat nun mit DIE DREHBÜCHER sämtliche bedeutenden Drehbücher des 76-Jährigen zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Plus: Das bis anhin nicht realisierte, fertiggestellte Skript FLASHMOB. Für Cineasten und denkfreudige Menschen gleichwohl ein Hochgenuss.

„Man kann darüber streiten, ob Kino Kunst sein kann, aber wenn Kino das sein will, dann ist es der Wahrhaftigkeit verpflichtet.“

Photos Copyrights: Hoffmann & Campe, X Verleih

Feuerwerk im Mund

Yotam Ottolenghi

Er hat eine Revolution für das Gemüse losgetreten und serviert uns die sündigsten Desserts.
Starkoch und Bestseller-Autor Yotam Ottolenghi bringt die Welt mit Unkonventionellen Rezepten in Versuchung.

Zwischen zwei Buchdeckeln liegt bisweilen eine verführerische Welt, im Falle von SWEET vielleicht sogar die süsseste. In seinem neuen Rezeptbuch feiert Starkoch Yotam Ottolenghi zusammen mit Helen Goh sündige Momente mit verheissungsvollen Desserts. Deren Zusammensetzung mag bisweilen unkonventionell erscheinen (Brownies mit Tahin und Halwa), garantiert aber immer ganz grossen Genuss (Grappa-Früchtekuchen). Ottolenghi selbst liebt Süsses. Und tatsächlich beginnt seine Kochkarriere genau damit, mit dem Steifschlagen von Zucker und Eiweiss. In den Neunzigern absolviert er eine Ausbildung an der Kochschule Le Cordon Bleu. Ottolenghi ist 30, ein Spätzünder in der Gastronomie. Denn obschon sein erstes Wort „war ma“ lautet, eine Kurzform von marak, das hebräische Wort für Suppe, und sein Vater ihn einen goloso (gierigen Vielfrass) nennt, studiert Ottolenghi mit Anfang 20 Philosophie und Literatur an der Uni von Tel Aviv. Jenem Ort, wo er als junger Homosexueller Freiheit erlebt. Auf dem Weg zum Doktortitel beschliesst er, eine Pause einzulegen. Er zieht nach London, schreibt sich bei besagter Kochschule ein, bricht vorzeitig ab, und assistiert dem Chefpatissier des Launceston Place, ein Edelrestaurant, das zu diesem ->

Zeitpunkt regelmässig von Prinzessin Diana besucht wird. Als ihm eines Abends ein Kellner durch den Speiseaufzug zuruft: „Das war der beste Brownie, den ich je gegessen habe!“, weiss er, dass er angekommen ist. Einen Namen macht sich Ottolenghi aber nicht mit seinen sagenumwobenen Desserts, es ist seine eigenwillige Art, Gemüse zu kochen. Ottolenghi zeigt, dass Gemüse nicht bloss als Beilage, sondern als Star jedes Gerichts taugt. Und der Erfolg gibt ihm recht: 2006 klopft der Guardian an und wünscht eine vegetarische Kolumne. Es folgen grössere Fernsehspecials. Mittlerweile führt Ottolenghi mehrere Restaurants und Delis in London. Er hat sieben Kochbücher herausgebracht, wovon sich zwei ausschliesslich der vegetarischen Küche widmen, und jüngst SIMPLE: Gerichte mit minimalem Aufwand und maximalem Geschmack. Nahezu jeden Tag verbringt der 49-Jährige damit, neue Rezepte zu entwickeln und gegebene zu perfektionieren. „Dabei gibt es selten Lob ohne Wenn und Aber und häufig hagelt es Verbesserungsvorschläge“, so Ottolenghi, „Aber wenn man irgendwann auf das fehlende Puzzleteil stösst, das ein Rezept vollkommen macht, ist es wie eine Offenbarung. Alles löst sich in Harmonie auf.“

„Beim Essen suche ich immer das Drama im Mund. Es muss nicht jeder Bissen ein Statement sein, aber ich halte Ausschau nach dem kleinen Feuerwerk.“

Photos Copyrights: Peden + Munk, Adam Luzsniak, DK Verlag

Lissabon – Insider Guide

Eine wie keine

Sie ist es also, die Schönste der Welt. Unverbrauchter als Rom, entspannter als Rio, romantischer als Paris. Aber dann liegt Schönheit doch immer im Auge des Betrachters. Und würde sie sich selbst ein Krönchen aufsetzen, es sässe schief. Denn was Portugals Hauptstadt unbedingt ist: beneidenswert bescheiden. Und daneben auch aufregend authentisch. Eine Metropole im kulinarischen Aufschwung mit exzellentem Street Food und innovativer Michelin-gepriesener Haute Cuisine. Sie werden in Lissabon den Mund nicht mehr zu kriegen, so viel sei versprochen, und ja, das liegt am Essen, aber nicht nur.

SLEEP

Als kleines feines Boutique-Hotel präsentiert sich das AlmaLusa Baixa/Chiado, gelegen im historischen Viertel Lissabons, unweit des berühmten Praça do Comércio (ein beliebter Ort für Veranstaltungen jeglicher Art) und des Padrão dos Descobrimentos (am Ufer des Flusses Tejo, von wo aus portugiesische Entdecker damals in See stachen). Das AlmaLusa bietet 28 Zimmer, hübsch eingerichtet, verziert mit eindrucksvollen Tapeten des britischen Hotshot Designers Andrew Martin. Im hauseigenen Delfina werden klassische portugiesische Gerichte serviert.

AlmaLusa Baixa/Chiado
Praça do Munícipio, 21
1100-365  Lissabon 
Reservations: reservas@almalusahotels.com
www.almalusahotels.com

Fast sechs Jahre lang arbeitete der renommierte Architekt Luis Rebelo de Andrade mit Besitzerin Heleen Uitenbroek am Projekt Santiago de Alfama. Der einstige Palast aus dem 15. Jahrhundert ist nun ein 5-Sterne-Hotel mit 19 Zimmer – jedes davon ein Unikat und an Stilsicherheit kaum zu übertreffen. Auf die persönlichen Bedürfnisse der Gäste wird hier viel Wert gelegt, so gehört zu den Annehmlichkeiten der hauseigene Fahrer, Kevin, der einen auf Wunsch im glanzpolierten Jaguar zu den schönsten Orten Lissabons bringt.

Santiago de Alfama

Rua de Santiago 10 a 14
1100-494 Lissabon
Reservations: reservations@santiagodealfama.com
www.santiagodealfama.com

Manchmal ist mehr einfach mehr: Das Four Seasons Hotel Ritz Lisboa ist zweifelsohne eine Ort der Superlative. Es ist der Look: Art Deco gepaart mit einem modernen Louis-XVI-Stil. Diese Üppigkeit an heimischer Artwork. In der Lobby hängen Werke von Almada Negreiros. Und es ist diese Aussicht des Veranda Restaurants, wo Sie bei Brunch und Sonnenaufgang Versprechen teilen, oder sie bei einem Glas Wein und Sonnenuntergang in die Tat umsetzen können.

Four Seasons Hotel Ritz Lisboa
R. Rodrigo da Fonseca 88
1099-039 Lissabon
Reservations: +351 (21) 381-1400
www.fourseasons.com/lisbon

EAT & DRINK

Zucker, Butter, Eier: Pastéis de Nata lauetet Portugals süsseste Verführung. Die besten dieser tellergrossen, mit Zimt bestreuten Puddingtörtchen besorgt man sich in der Konditorei Pastéis de Belém. Dort werden täglich 20‘000 Stück gebacken. Die genaue Backweise ist absolut geheim und so alt wie das im selben Statdtteil gelegene Hieronymitenkloster. Dessen Gemäuer hätte das Rezept nie verlassen sollen, aber dann war ein genussfreudiger Mönch um dessen Erhaltung besorgt.

pasteisdebelem.pt

Am besten reservieren Sie zeitgleich mit den Flugtickets einen Tisch im Michelin gekrönten LOCO. Starkoch Alexandre Silvas Discover Menu verspricht vierzehn unvergessliche Momente, bestehend aus vier Snacks, sechs Speisen und zwei Desserts – zu einem Preis von derzeit 86 Euro. Organic Fine Dining gezaubert in einer offenen Küche.

loco.pt

Das Belcanto ist Portugals erstes Restaurant, das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Eines von vielen Geboten in Starkoch José Avillez‘ Küche: Kunst vereint sich mit Handwerk. Und das Ziel: mit den gezauberten Gerichten Erinnerungen von Menschen, Orten und vergangenen Zeiten wecken.

belcanto.pt

Ein weiterer Michelin-Star ist der Katalane Sergi Arola, der in seinem LAB wahre Kunstwerke auf die Teller bringt. Würden die Speisen keine oralen Orgsamen versprechen, wären sie zu schade, um verspeist zu werden. Neben kreativer contemporary Cuisine mit einem portugiesischen Touch bietet der kleine Gorumet-Tempel 550 Weine, exklusiven Cognac und Armagnac im Angebot.

labbysergiarola.com

Im Tapisco vereint Celebrity Chef Henrique Sá Pessoa spanische und portugiesische Köstlichkeiten. Es gibt Tapas und Petiscos, Paellas, usw. Die Gerichte sind ein Gedicht und werden in einem kleinen, mordernen Lokal, in lockerer Atmosphäre serviert.

tapisco.pt

Für alle die hoch hinaus wollen: Das Topo ist Lissabons vielleicht schönste Rooftop-Bar. Gespickt mit einem buntem Publikum, Live-DJs, süffigen Drinks und einem beeindruckenden Panorma über das historische Viertel Mouraria. Und wenn es das Leben wirklich gut mit Ihnen meint, wird sogar noch ein Film gezeigt.

topo-lisboa.pt

Ebenso hoch hinaus geht es in der weitläufigen Sky Bar, im neunten Stock des Tivoli Hotels. Die Aussicht reicht über die Stadt bis zum offenen Meer. Und gegen den leichten Hunger werden leckere kleine Gerichte serviert.

tivolihotels.com

By the Wine ist der erste Flagship Store der Familie von José Maria da Fonesca, die 1834 begann, Weine selber zu produzieren. In der Bar werden edle Tropfen angeboten, dazu Käse aus der Region gereicht, oder Austern, Lachs-Ceviche, Fleisch, und natürlich auch himmlische Desserts. Bisweilen finden hier auch Wine Tastings und Kurse statt.

jmf.pt

Topo

Tivoli Skybar

By the Wine

SHOP

Ob Sie vor lauter Essen noch zum Shoppen kommen, ist Ihnen überlassen. Lohnen tuts sich im Carnide gelegenen Centro Comercial Colombo, einem der grössten Einkaufszentren Europas und in der Mini-Mall Embaixada, gelegen im trendigen Principe Real-Viertel. Ein Fussmarsch von der São Domingos Kirche entfernt, finden Sie eine kleine Hutmacherei, die Chapelaria Azevedo. Sie besteht seit 1886 und hat sich auf das Herstellen von Hüten aller Art spezialisiert, die meisten davon zeitlose Klassiker. Gerne werden auch Auftragfertigungen erstellt. Internationale Designer haben sich vor allem ind er Avenida da Liberdade angesiedelt. Aber auch sonst laden viele kleine Gassen oder gar ganze Strassen für den lockeren Zeitvertreib ein. An einer dieser Strasse, der Calçada da Estrela, direkt vor dem hübschen Park Jardim da Estrela, werden sie auf süsse portugiesische Gaumenfreuden stossen. In der Casa dos Ovos Moles gibt es allerlei Leckereien, von der Encharcada (einer eierlastigen Süssspeise mit Zimt), bis zur Pastel de Tentúgal (eine mit Eigelb und Zucker angerührten Füllung umhüllt von süssem Blätterteig). Wenn Sie Zeit haben, buchen Sie einen Workshop und erlernen Sie das Backen traditionsreicher Dessertkunst.

EXPLORE

Wenn es einen Himmel auf Erden gibt, dann an der Avenida 24 de Julho, im Time Out Market Lisboa, das Gourmet-Mekka schlechthin. Dreissig der besten, coolsten, innovativsten Küchenchefs Portugals bieten hier ihre leckersten Gerichte unter einem Dach feil. Insgesamt reihen sich in einer riesigen Halle 23 Restaurants, zehn Stände, acht Bars und vier Shops aneinander. Daneben sorgen Live-Konzerte und Kochkurse für Unterhaltung. Unter anderem lernt man in einem Workshop die Zubereitung der Pastéis de Nata. Geöffnet von Sonntag bis Mittwoch, 10 bis 24 Uhr, Donnerstag bis Samstag, 10 bis 2 Uhr.

timeoutmarket.com

Anstatt in die legendäre Strassenbahn Linie 28 zu steigen und sich auf die Füsse trampeln zu lassen, folgen Sie ihrer Spur bis zur Haltestelle Sé, zur Catedral Sé Patriarcal, von dort aus bietet sich eine umwerfende Aussicht über Lissabon.

Besuchen Sie eine der vielen Fado Bars, lassen Sie sich von der portugiesischen Folkmusik verzaubern, tanzen Sie in die Nacht hinein, vergessen Sie alle Sünden. Der beste Ort dafür ist Bairro Alto, Lissabons Szenenviertel. Da befindet sich auch der Park (Calçada do Combro 58), ein Bar, wenn man so will, reich an Pflanzen und Lämpchen, errichtet auf dem Dach einer Parkgarage, mit guten Cocktails und toller Sicht über die Stadt.

Für Kulturversierte eine Muss: ein Besuch im Hieronymitenkloster. Es gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik, ein prunkvoller portugisischer Architekturstil, und wird auch Kulturbanausen zum Staunen bringen.

Wenn die Zeit reicht, empfehlen wir einen Abstecher ins Museu do Design e da Moda (kurz MUDE). Untergebracht in einem alten Palast, umfasst seine Sammlung tausend Werke aus Design und Mode, darunter Schätze von Yves Saint Laurent und Vivienne Westwood. Eintritt frei.

mude.pt

Die Reise ins 25 Kilometer westlich von Lissabon gelegene Sintra ist eine Reise bis in die Altsteinzeit. Die Naturlandschaft gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ein Abstecher lohnt sich vor allem wegen den jahrhundertalten Palästen und Schlössern. Besonders sehenswert ist der Nationalpalast von Sintra, ein ehemaliger königlicher Palast, dessen Bau mit den grossen konischen Kaminschornsteinen ein Konglomerat verschiedener Baustilen darstellt.

Eine Stunde von Lissabon entfernt, findet sich der malerische Fischerort Ericeira mit seinen zahlreichen Sandstränden, auch bekannt als Surferparadis. Unweit davon liegt der Nationalpalast von Mafra. Seine Bibliothek gilt als einer der schönsten der Welt.

Photo Copyrights: www.visitlisboa.com

Madrid Insider’s Guide

Das Feuer Spaniens

Falsa modestia ist ihre Sache nicht. Madrid stapelt nicht tief, sie zeigt sich pompös, mit prachtvollen Bauten und eindrucksvollen Plätzen, wovon die Plaza de España mit ihrem hübschen Miguel de Cervantes nicht die einzige ist.
Madrid bietet zahlreiche Fotomotive. Wer nun aber glaubt, die 7-Millionen-Metropole sei bloss nett anzuschauen, irrt. Madrid steht für Leben pur. Im Zentrum Spaniens werden Emotionen gelebt – wird diskutiert, an jeder Strassenecke geküsst – und die Kulinarik gefeiert – gegessen wird spät, gern viel, und besonders gut. Gewiss, manch einem mag das alles zu viel des Guten sein. Aber dann, kann man vom Guten je wirklich genug bekommen?

SLEEP

Zentral gelegen, unweit zahlreicher Sehenswürdigkeiten, befindet sich The Prinicpal. Das durchgestylte Boutiqe-Hotel überrascht mit einer eigenen Terraza, einer der schönsten Madrids, süffigen Cocktails und exquisiter Haute Cuisine. Wer zum Relaxen nach Madrid reist, dem sei die Wellness-Suite mit integrierter Sauna empfohlen.

The Principal Madrid Hotel
Marqués de Valdeiglesias, 1
28004 Madrid
www.theprincipalmadridhotel.com

Ebenso mit exquisiter Sterne-Küche fährt das 5-Sterne-Hotel Único auf. Das hauseigene Restaurant Ramon Freixa Madrid wurde schon zum besten der Stadt gekürt und ist bei Weinkennern beliebt. Sonntags wird im Único jeweils zum üppigen Foodie-Brunch geladen, in dessen Rahmen leckere Detox-Smoothies aufgetafelt werden, genauso wie Lammkeule an orientalischer Sauce.

Hotel Único Madrid
Claudio Coello, 67
28001 Madrid
www.unicohotelmadrid.com

Das Tótem liegt mitten in Salamanca, im Fashion District Madrids.  Die Zimmer und Suiten überzeugen mit schlichtem, elegantem Design und einer Walk-in Rain Shower. An der Cocktailbar können Sie sich einen Drink genehmigen oder einen kleinen Appetizer, bevor Sie im Hermosos dinieren oder ins Madrider Nachtleben eintauchen.

Tótem Madrid
Calle de Hermosilla, 23
28001 Madrid
www.totem-madrid.com

Das alte und das neue Madrid kommen im schicken Urso Hotel & Spa zusammen, in der Empfangshalle, im Restaurant, in den Zimmern, und im lobenswerten Spa mit seinem hydrotherapy Pool. Im Angebot stehen unter anderem besondere Treatments für Männer wie etwa die Hot Shells Massage oder das Royal Oxigen Ritual.

URSO Hotel & Spa Madrid
Mejía  Lequerica, 8
28004 Madrid
www.hotelurso.com

EAT & DRINK

Eine Madridreise ist immer auch eine Gourmetreise. Sollte sie zumindest sein. Das Angebot an guten Restaurants in Spaniens Hauptstadt ist beachtlich. Und gerade in letzter Zeit hat sich einiges getan. Im neu eröffneten Chow Chow etwa gibt es japanische Spezialitäten mit einem südamerikanischen Touch. Wobei die Gerichte so bezaubernd sind wie das Interieur des Restaurants: sleek chic mit Pflanzen und Blättern, die von der Decke baumeln.

chowchowmadrid.com

Drei Generationen alt, aber nicht minder innovativ ist dagegen das mit zwei Michelin-Sternen gekürte Coque. Hier werkeln und zaubern die Gebrüder Sandovals. Mario, Rafael und Diego bieten Ihren Gästen ein gastronomisches Erlebnis der Superlative. So werden für das legendäre Q17-Menü bestehend aus sechs Startern, neun Hauptgängen und drei Desserts auch drei Stunden Genuss einberechnet.

www.restaurantecoque.com

Am authentischsten ist Madrid in der Taberna La Revoltosa. Hier schlemmen Sie mit den Gatos, zu Deutsch Katzen, damit sind die Madrileños aus den hippen Stadtteilen gemeint, weil es ihrer Natur entspricht, rauszugehen, lange wach zu bleiben und Spass zu haben. Die Mägen füllt man sich mit Geschmortem, belegten Broten und Hamburgern sowie diversem alkoholischem Gebräu.

revoltosamadrid.com

Auf den Madrider Jet-Set trifft man im Pointer. Serviert wird das Beste aus allen Ecken der Welt, weil man sich nicht festlegen muss, solange es schmeckt. Und das tut es im Pointer immer. Nettes Detail: Die gemütlichen Sitzgruppen bieten Platz für fünf bis sechs Personen.

pointermadrid.com

Wenn es einen Ort gibt, an dem man in Madrid gegessen haben muss, dann im Peyote San.  Auf der Karte stehen japanische-mexikanische Gaumenfreuden. Am besten bringen Sie ordentlich Appetit mit, wobei dieser beim Anblick der üppigen, kunstvoll angerichteten Speisen ohnehin geweckt wird.

peyotesan.com

Im Fismuler stehen traditionelle spanische Gerichte (mit einem leichten nordischen Touch) auf der Karte. Sie sind einfach, frisch und sehr sehr gut. Gesetzt wird auf lokale Produkte. Gelebt wird Understatement. Typisch nordisch eben, alles ein wenig unaufgeregt, mit bescheidenem Charme und Garantie auf Qualität.

fismuler.es

Peyotesan

Fismuler

EXPLORE

Wer Madrid mit seinem Gaumen entdeckt, ist schon mal auf dem richtigen Weg, doch Spaniens Hauptstadt begeistert nicht nur in puncto Kulinarik. Hier ein paar der schönsten Schauplätze: Eine wie keine ist die Almudena-Kathedrale. Sie wurde erst 1993 fertiggestellt und überrascht mit einem modernen Innern mit Pop-Art-Dekor des Madrider Künstlers Kiko Argüello. Ebenso hübsch wie sehenswert ist das Madrider Stadtschloss, Palacio Real, wobei gesagt werden sollte, dass die spanische Königsfamilie im etwas bescheideneren Zarzuela-Palast residiert. Eine weitere Attraktion bildet das Tor Europas (Puerta de Europa), zwei schräg aufeinander zulaufende Hochhäuser an der Plaza de Castilla, auch KIO-Türme genannt. Und wenn es dann mal Zeit ist, einen Gang runter-zu-schalten, suchen Sie am besten einen der idyllischen Parks auf, von denen es in Madrid so viele gibt. Der grösste unter ihnen ist das Erholungsgebiet Casa de Campo, einstiges Jagdrevier des spanischen Königshauses. Heute befindet sich dort auf 1’700 Hektar ein Vergnügungspark, eine Seilbahn, ein Zoo, verschiedene Sportanlagen sowie die Feria de Madrid.

SHOP

Geshoppt wird in Madrid an der Calle Fuencarral (hip), an der Calle Preciados und Calle Carmen (preiswert) oder an der Calle Almirante (edle Mode zu edlen Preisen).
Oder im Concept Store El Paracaidista. Das Angebot: Kleidung mit dem gewissen Etwas (von Cog Sportif, Teekes, Bataasta, William Webster, Bultaco usw.), Accessoires, jegliche Art von Lifestyle-Gadgets, moderne Deko und Möbel, Tech-Stuff, und ein bisschen Spielzeug für Peter Pans. Daneben gibt’s eine Gourmet-Abteilung, falls mal grad das Olivenöl ausgegangen oder der Weinvorrat am Schrumpfen ist. Und das Beste: eine eigene Movie Bar.

CELEBRATE

Warhol. El Arte Mécanico, Exhibition @ Caixa Forum, 1.2.-6.5.
Documenta Madrid, Dokumentarfilmfestival @ Cineteca Madrid, 3.5.-13.5.
Madrider Buchmesse @ Retiro-Park, Mai-Juni
Bruno Mars Konzert @ Stadion Wanda Metropolitano, 22.6.
Mercedes Benz Fashion Week Madrid @ Messe Madrid, 5.7.-9.7.
Vogue Fashion’s Night Out @ diverse Shops, September
September Madrid Exquisito @ diverse Gourmet-Restaurants, Oktober

Ibiza Insider’s Guide

Perle im Mittelmeer

Auf der einen Seite sind da die immergünen Pinienwälder, die weiss gekalkten Fincas in den Berghügeln, verlassene Buchten, in denen Delfine Sprünge wagen, ein geradezu idyllisches Bild, das Ibiza prägt. Auf der anderen Seite: pulsierendes Nachtleben. Ibiza, das Eiland der Gegensätze. Oder auch nicht? In Wahrheit grenzt Ibiza nicht ab, es vereint. Leben und leben lassen, lautet sein unausgesprochener Leitsatz. Und er ist mit der Grund für die Popularität dieser Insel neunzig Kilometer östlich des spanischen Festlands. Gehen Sie mit uns auf kulinarische Mission, folgen Sie uns an unsere Lieblingsplätze – Sie werden es nicht bereuen…

SLEEP:

Auf der Finca Can Marti geniessen Sie Ihren Urlaub mit allen Sinnen. Der siebzehn Hektar grosse Hof liegt am Fusse eines Hügels und umgeben von Pinien im Area Natural de Es Amunts, einem geschützten Tal im Norden der Insel. Traumhafte Buchten liegen unweit entfernt, genauso das malerische Dörfchen San Juan mit seinem wöchentlichen Markt. Das Obst und Gemüse aus den hauseigenen Bio-Gärten wird zum Frühstück serviert und kann zudem im Hofladen erstanden werden. Zudem verfügt Can Marti über den überhaupt ersten Eco-Pool der Insel und einem Biotop mit Fröschen, Schmetterlingen und Libellen. Entspannen Sie sich im Hammam oder buchen Sie eine Yoga-Lektion im Freien. Zur Übernachtung stehen mehrere Suiten und zwei Casitas im Angebot.

Finca Can Marti
Venda de Ca’s Ripolls 29
07810 San Joan de Labritia, Ibiza
www.canmarti.com

Finca Can Marti

Atzaró

Entdecken Sie das wahre Ibiza und folgen Sie schmalen Pfaden durch die wilde Natur, vorbei an verborgenen Buchten zu diesem Naturhotel: das Atzaró liegt fernab der Touristenpfade im Landesinnere. Eine Perle mit einem offenen Spa mitten im Orangen-Hain. Trinken Sie einen Detox-Saft am 43 Meter langen Pool oder verwöhnen Ihren Gaumen im La Veranda Restaurant mit ibizenkischen und mediterranen Köstlichkeiten.

Atzaró
Crta Sant Joan KM 15
07800 Santa Eularia Des Riu, Ibiza
www.atzaro.com

Das NOBU ist ein Luxusresort der Extraklasse, gelegen an der malerischen Talamanca-Bucht, ein kurzer Spaziergang vom Yachthafen Botafoch entfernt. Im gleichnamigen Restaurant zaubert Nobu Matsuhisa innovative japanische Fusionküche. Daneben stehen drei weitere Restaurants zur Verfügung: Das Chambao Strandrestaurant mit leckeren Fischgerichten und entspannten Partys bei Mondschein. Das Celisioso-Café mit seinen frischen Smoothies und glutenfreien Gerichten. Und das Peyotito mit seinen mexikanischen Spezialitäten und ausgezeichneten Tequila-Cocktails.

NOBU Hotel Ibiza Bay
Cami ses Feixes 52
07800 Ibiza
www.nobuhotelibizabay.com

NOBU

EAT & DRINK:

Ein absolutes Muss ist ein Besuch in Amante, einem schmucken Strandrestaurant, direkt an der Sol d’en Serra-Bucht gelegen. Auf dem Menü stehen moderne mediterrane Speisen mit Zutaten aus dem eigenen Bio-Garten. Morgens finden unter der Woche Yogastunden im Freien mit anschliessendem Frühstück statt. Und zur Movie-Stunde können Sie es sich unterm Sternenhimmel in den Sitzsäcken bequem machen und mit Sekt und Popcorn Filmklassiker schauen. Die organisierten Filmnächte wurden sowohl vom Independent und der Daily Mail zu den allerschönsten Kinoerlebnissen der Welt gewählt.
www.amanteibiza.com

Amante Ibiza

Die kleine Schwester des Amante hört auf den Namen: Ayianna und liegt an der Cala Nava. Auch hier können Sie sich für eine Yogastunde anmelden. Die Küche ist frisch, saisonal und gesund. Schmuckstück des Restaurants ist der silberfarbene Food Truck, in dem unter anderem leckere Sharing Plates und frische Säfte zubereitet werden.
www.aiyannaibiza.com

Aiyanna

Das Bambuddha nimmt Sie mit auf eine Reise entlang der Gewürzpfade von Spanien, durch Thailand, Vietnam bis nach Japan. Serviert werden allerlei Köstlichkeiten, vorüberwiegend asiatischer Herkunft, wie Baos (gedämpfte chinesische Buns), Korean Beef Tatar, Octopus Carpaccio, Yuzu Hamichi, Wafu Beef, Currys und Sushi. Und die Desserts tragen verheissungsvolle Namen wie etwa
Coconut Milk Foam, Group Orgasm oder Kisetsu. Genossen werden sie natürlich umgeben von Buddhas und Bambus, im Tempel oder im Freien.
www.bambuddha.com

Bambuddha

Ein im besten Sinn rustikales, traditionell-ibizenkisches Restaurant ist das Cas Costas in der Nähe von Sant Josep und der Playa d’en Bossa. Hier kommt Fleisch auf den Tisch – zum Beispiel ein spanisches Kalbskarree oder ein Sirloin Steak oder ein Premium Galician Beef Entrecôte – saftig vom Grill. Auch nett: Für die Kleinen gibt’s einen Spielplatz, für die Grossen einen Bio-Laden mit Delikatessen und einer reichen Auswahl spanischer Weine.
www.cascostasibiza.com

Cas Costas

Das Giri Café in San Juan lebt eine simple Philosophie: iss saisonal, iss nachhaltig, iss in Gesellschaft, pflanz einen Garten, kauf auf dem Markt ein, koch einfach, recyle, deck den Tisch sorgfältig, fessle all deine Sinne und: jedes Gericht ist ein Geschenk. Und wenn man sich diesem Geschenk im Giri Café annimmt, ist es auch ein wahrer Gaumenschmaus. Wir empfehlen Ihnen, einen Tisch direkt im Gemüsegarten zu reservieren.
www.cafe.thegiri.com

Giri Café

Hinter hohen Steinmauern verborgen, liegt das Las Dos Lunas, ein üppig bepflanzter Innenhof, der ideale Ort für ein romantisches Dinner zu zweit. Die Küche ist italienisch, viele der Zutaten stammen aus dem organischen Garten, und das Brot wird direkt im Patio im Holzofen gebacken.
www.lasdoslunas.com

Las Dos Lunas

Die besten Tapas Ibizas gibt es im El Zaguán. Da werden sich Einheimische und Touristen gleichermassen einig sein, von Ersteren trifft man hier ein bisschen mehr, von Letzteren ein bisschen weniger. Der Wirt kommt im zehn Minuten-Rhythmus mit frischen Tapas aus der Küche, die er direkt am Tisch anbietet, Nachschub holt man an der Bar. Probieren sollten Sie so viele Tapas wie möglich, es lohnt sich, belasten wird es Ihren Geldbeutel zudem kaum.
www.elzaguan.es

Fine Dining mit Fünf-Sterne-Service verspricht das Sa Punta und daneben eine wahrlich traumhafte Aussicht über die Talamanca-Bucht und Ibizas Altstadt. Dieselbe Aussicht geniessen Sie im Patchwork, auf der Dachterrasse, Ibizas Nummer eins, wenn es um libanesische Leckerbissen geht. Man teilt die Speisen, nippt Cocktails und lauscht musikalischen Klängen. Letztes Juwel der Restaurantkette ist das Ginger, eine Asian Food Bar. Dieselbe Aussicht, ein ähnlich buntes Dekor, aber dieses Mal mit asiatischen Speisen und exotischen Gewürzen.
www.sapuntaibiza.com

Sa Punta

Patchwork

EXPLORE:

Bummeln Sie durch die Altstadt, sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und beherbergt zahlreiche Restaurants, Bars und Boutiquen. An ihrem höchsten Punkt – von wo aus sich Ibiza perfekt überblicken lässt – thront die Kathedrale Santa Maria, ein Prachtwerk aus dem 14. Jahrhundert.

Entdecken Sie die Insel und ihre Buchten vom Wasser aus und buchen Sie bei Chateralia einen Katamaran, ein Segelboot oder eine Yacht. Die Segeltouren rund um Ibiza oder rüber nach Formentera sind ein Traum. Die Boote lassen sich stunden-, tages- oder auch wochenweise mieten. Der Komfort passt sich dem Budget an, ist aber in jedem Fall erstklassig.

Buchen Sie Ihr Bootcamp oder Body & Wellness Retreat. Top Hill retreats bietet beides in hübschen Villen im Norden der Insel, jeweils wenige Schritte vom Strand entfernt und mit jeglichem Komfort ausgestattet. Dabei geht es um die Kombination aus intensivem Training (Kraft, Ausdauer und Bewegung), die dazu passende Ernährung und Entspannung (Yoga und Massage). Auf Wunsch werden zusätzliche Aktivitäten ausserhalb der Bootcamps wie Kayaking, Windsurfen, Reiten oder Mountainbiken organisiert.
www.tophill-retreats.com

BEACH LIFE:

Es lohnt sich, für den Urlaub einen Wagen zu mieten, und die Insel in Eigenregie zu erkunden. Viele abgelegene Buchten laden zum Verweilen ein. Für den Fall, dass Sie bei vollem Magen der Entdeckertrieb im Stich lässt, hier aber trotzdem noch unsere Lieblingsstrände: Playa de Aigües Blanques, Cala d’en Serra, Cala Comte, Cala Xuclar, Cala Saladeta, Cala Salada, Cala Tarida.

 

 

 

 

 

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