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Yvonne Beck

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Der Gourmet – Nomade

Fabian Zbinden

Im Nobu hat er für Tom Cruise und Britney Spears gekocht. Jetzt ist er mit seinem Foodtruck in Bern unterwegs und entwickelt Bio-Zertifizierte Instantgerichte.

Dass Fabian Zbinden irgendwann einmal in einem Vespacar mit Eintopfgerichten durch Bern und Umgebung tuckert, hätte er am Anfang seiner kulinarischen Karriere sicherlich nicht vermutet. Bereits seine Lehre absolviert er in der Küche des Grand Hotels Victoria-Jungfrau. Und noch vor fünf Jahren arbeitet er in Robert De Niros Weltklasse-Restaurant Nobu, in dem er für Stars wie Madonna, Pink oder die Beckhams kocht. Als ihn der Kronprinz von Katar in seine 65-Millionen-Dollar-Villa in Bel Air einläd und ihn als Privatkoch einstellen will, packt Fabian jedoch seine sieben Sachen. Er hat genug vom Vollgasleben in den USA und es zieht ihn in die Heimat zurück. Sein Bauchgefühl rät ihm etwas ganz neues aufzubauen und so kommt er zum Eintopfmobil, mit dem er nunmehr seit fast vier Jahren unterwegs ist.
„Alles Gute in einem Topf, täglich frisch aus einheimischen Zutaten gekocht“, beschreibt er sein Konzept kurz und knapp. Täglich kocht er seine „Ribollita“ – ein dickflüssiges Eintopfgericht mit viel Gemüse und Bohnen, serviert im speziell für ihn hergestellten Brot. Bei ihm löffeln die Gäste ihre „Supersoup“ also direkt aus dem offenen Laib. Den Begriff „Suppe“ findet Fabian für seine Ribollita eher unpassend. Suppen würden meist als Vorspeise angesehen, Eintöpfe seien jedoch eigenständige Mahlzeiten, von denen man auch satt würde. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Täglich verköstigt er zirka 60 Gäste mit seiner „La Ribollita“.
„Mein jetziges Leben ist Luxus. Ich mache, was mir Spass macht, setze Dinge um, die mir seit langem im Kopf herumschwirren. Ich möchte nicht so verkrampft durchs Leben gehen wie viele andere Menschen.“ Trotzdem ist Fabian sehr ehrgeizig und will in seinem Leben noch viel erreichen, daher rührt er bereits in neuen Töpfen. Auf der „Veggie World“ in Zürich stellte er seinen neusten Clou vor: eine bio-zertifizierte Instant-Variante seiner Eintopfgerichte. Mit ihnen geht er den Weg zurück ins Regal. Die Zubereitung erfolgt mit heissem Wasser, alle Zutaten sind frisch, aber im Kühlschrank bis zu einen Monat haltbar und das trotz des Verzichts auf jegliche Konservierungs- und Zusatzstoffe. Zur Auswahl stehen ein veganes Chili und ein Gemüseeintopf. An neuen Ideen fehlt es Fabian sicher nicht. Daher wird man sicherlich noch viel von ihm hören – wohin auch immer seine Reise führt.

„Zwölf Jahre stand ich hinterm Herd-von Interlaken bis L.A. – stets mit einer grossen Leidenschaft für frische Produkte. Aber ich wollte unabhängig sein. Ich wollte etwas machen, was es so noch nicht gab und hatte den Wunsch zurück zur Einfachheit“

Photos Copyrights: Fabian Zbinden

Der Duftkreateur

Kilian Hennessy

Der Nachkomme einer Cognac-Dynastie erzählt als Duftpoet kleine Geschichten, die aus Baudelaires »Les Flurs du mal« stammen könnten.

Kilian Hennessy, Spross der Hennessy-Dynastie und Erbe einer langen Ahnenlinie von Cognac-Herstellern beschloss vor einigen Jahren, der Parfumkunst ihren alten Stellenwert zurückzugeben. Seitdem kreiert er Düfte die für Klasse und Eleganz stehen. Düfte jenseits der Welt der modernen Parfumindustrie, die aus Budgetgründen häufig an wertvollen Ingredienzien spart, und jenseits synthetischer Moleküle und billiger Wegwerfverpackungen. Schon früh kam Kilian mit köstlichen Aromen und Essenzen, mit kostbaren Holznoten und mit Traditionen in Kontakt. Die Gerüche in den Cognackellern seiner Familie schulten seine Nase für die Schönheit und Vielfalt der Düfte, die in Mutter Natur zu finden sind.

Seine Düfte tragen Namen wie „Liaisons Dangereuses“, „Playing with the Devil“ oder „Straight to Heaven“. Durch sie transportiert er Themen wie Liebe, Leidenschaft und Versuchungen – Themen die für Kilian Hennessy das Leben bestimmen. Das Parfum Metier erlernte er bei den anerkanntesten Nasen der Branche und arbeitete bei berühmten Dufthäusern. Nach Stationen bei Christian Dior, Paco Rabanne, Alexander McQueen und Giorgio Armani gründete er vor fast zehn Jahren seine eignen Firma „By Kilian“. Ganz bewusst hat er sich dafür entschieden seinen Nachnamen nicht zu verwenden und stattdessen einfach auf seinen Vornamen zu bauen. Kilian weiss genau, ein Leben mit dem Namen Hennessy hat zwei Seiten. Einerseits öffnet die Verbindung zur weltberühmten Branntwein-Dynastie vom Château St-Brice in Cognac Türen, anderseits ist dieser Name für jeden, der nicht mit Cognac handelt, eine schwere Hypothek. Doch 
Kilian setzt sich durch und weiss mit seinen Parfumkreationen zu überzeugen.

Kilian sucht mit ihnen die perfekte Verbindung zwischen Kunst, Luxus und Eleganz. Luxus bedeutet für ihn stets Produkte für die Ewigkeit zu entwickeln. Produkte die das Potenzial haben zu echten Klassikern zu werden, Produkte bei denen das Design den Inhalt ehrt. In einer Welt der Schnelllebigkeit entwirft er bleibende Werte, die vielleicht die Klassiker von morgen sind.

„Eigentlich ist es eine Schande,
dass kein Hennessy mehr für Hennessy
arbeitet, denn es war unser Erbe,
unsere Familientradition. Aber ich
glaube, ich habe den für mich
richtigen Weg gefunden.“

Photos Copyrights: By Kilian

Der Fotofürst – Albert Watson

Über Hundert Titel der Vogue stammen aus seiner Linse und zahllose erfolgreiche Werbekampagnen für Firmen wie Prada und Chanel tragen seine Handschrift.

Helena Christensen, Michael Jackson, Alfred Hitchcock, Jack Nicholson, Mike Tyson, Mick Jagger, Johnny Depp, Steve Jobs – 
seine ikonischen Porträts von Supermodels, Rockstars und Royals, Filmlegenden und anderen Celebrities haben Albert Watson berühmt gemacht, denn seine Bilder sind einfach aussergewöhnlich.

Seinen Durchbruch hatte Watson 1973 mit einem Bild, das er noch immer für das wichtigste seiner Karriere hält: Alfred Hitchcock mit einer gerupften Gans. Seitdem hat er abertausende von Filmen belichtet und dabei fast jedes Genre bedient. Souverän wechselt er zwischen Portrait, Landschaftsfotografie, Bildreportage und Modefotografie. Während viele seiner Kollegen einen bestimmten Look entwickeln oder sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren, sucht Watson stets für jede neue Aufgabe die perfekte Lösung. Mit dem Bildband „Marocco“ erschafft er eine visuelle Hymne an das Land und seine Leute. Er fotografierte die Socken des mumifizierten Pharaos Tut-ench Amun und portraitierte mit Leidenschaft Menschenaffen. Zuletzt erforschte er das Phänomen Las Vegas in all seinen Facetten mit provokanten Aktaufnahmen, atmosphärisch dichten Ansichten nächtlicher Motels oder einsamen Billboards in der Weite Nevadas.

Grace Jones setzte er nackt auf den Rücken ihres damaligen Lebensgefährten Dolph Lundgren und stellte dabei Rassenfragen und Geschlechterkampf spielerisch auf den Kopf. Die gerade mal 19-jährige Kate Moss lichtet er nackt auf dem Boden kauernd ab, was sofort einen Schutzinstinkt im Betrachter auslöst. Seine Bilder suchen stets die Kommunikation mit dem Betrachter. Egal, ob er die Reichen und Berühmten fotografiert oder Schlangenbeschwörer in Nordafrika, Baumwollfarmer in Benin oder die einsame Küste Schottlands ablichtet – seine Bilder ziehen in den Bann. Kein Wunder gehört der in Schottland geborene und in New York lebende Fotograf zu den ganz Grossen seines Fachs. Seine Aufnahmen von Sade, Mick Jagger und Jack Nicholson gelten als Ikonen der Fotografie, die sich durch ihre raffinierte Komposition und aussergewöhnliche Lichtführung auszeichnen. Mit ihnen legte er die Messlatte für Porträtfotografie hoch und stilisierte sich selbst zu einer Ikone in diesem Genre.

BASICALLY I’M ALWAYS LOOKING FOR THINGS. ANY GOOD PHOTOGRAPHER SHOULD ALWAYS BE LOOKING FOR SOMETHING, YOU KNOW.

Photos Copyrights: Albert Watson,
Portrait Watson: Gloria Rodríguez

Stress lass nach!

Raus aus dem Hamsterrad!

Alles hinter sich lassen. Sich Zeit nehmen. Die Seele baumeln lassen. Tief durchatmen. Und einfach sein.

Um Burnouts, Midlife Crisis oder gar Trennungen vorzubeugen, sollte man sich ab und an eine Auszeit gönnen. Denn es gibt Momente im Leben, da ist Rückzug das einzig Richtige – raus aus dem Alltag und der Hektik, Abstand von der Familie, dem Job, sich eine Atempause gönnen und wieder zu seinen eigenen Bedürfnissen finden. Wer eine Auszeit nehmen will, muss dazu jedoch nicht seinen Job hinwerfen oder gleich auf Weltreise gehen: Schon ein paar Tage oder Wochen können wahre Wunder bewirken.

Auf dem Weg zu sich Selbst
Stress und Hektik prägen häufig unseren Alltag. Einen Pilgerweg zu begehen, ist da ein perfekter Ausgleich. Nirgendwo ist der Ausdruck «Der Weg ist das Ziel» so passend wie beim Pilgern. Unterwegs kann man bewusst entschleunigen und wieder zu sich selbst finden. Der deutsche Komiker und Moderator Hape Kerkeling machte es vor einigen Jahren vor. Er nahm sich nach einem Hörsturz und einer OP eine Auszeit und nutzte diese für eine spirituelle Reise auf dem Jakobsweg. Wie er machen sich täglich Hunderte von Pilgern jeglicher Konfession und Glaubens- oder Weltanschauung auf den Weg. Vor ihnen liegt eine Reise, die teilweise an körperliche wie psychische Grenzen führt und dennoch ein Über-sich-Hinauswachsen mit sich bringt. So kann Pilgern durchaus eine spirituelle Reise sein, muss sie aber nicht.

Schweigen ist Gold
Stress, Verkehr, Kommunikation oder eine ständige Musikbeschallung haben einen Geräuschpegel in unseren Alltag gebracht, der erst die Ohren und später die Seele belasten kann. Nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise im tiefen Wald oder auf einem Berggipfel, bekommt man eine Ahnung von der Bedeutung Stille. Diese Stille zu erleben ist sehr vielen Menschen ein „un-still-bares“ Bedürfnis. Eine besondere Stille lässt sich in sogenannten Schweigeklöstern finden. Bereits im Mittelalter liess der Mönch Bernhard von Triest verlauten: „Erst wenn der Lärm verstummt ist, kommt die innere Stimme zu Gehör.“ Seit jeher sind Klöster Orte der Stille. Sie bieten stressgeplagten, ruhesuchenden Menschen eine Auszeit und spirituelle Erholung. Die Abgeschiedenheit eines Klosters bietet Zuflucht vor der Hektik des Alltags, vor Informationsflut und Leistungsdruck. Kein Handy, kein Small Talk, keine Fragen, auf die Antworten erwartet werden. Nur das Ich als Gesprächspartner. Daran muss man sich erst gewöhnen. Doch nach einer Weile bemerkt man: Wer nicht spricht, sensibilisiert die fünf Sinne. Ganz getreu dem Motto: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“

Ashram
Mithilfe von Yoga, Meditationen und Atemübungen bringt man den Stress, der in der zurückliegenden Zeit geplagt hat, schnell unter Kontrolle. So reisen auch heute noch viele Menschen nach Indien, zur Wiege des Yogas und des Ayurveda, um ihre innere Mitte wiederzufinden. Die Beatles machten es vor, als sie im Jahr 1968 mit einem Tross von Freunden und Anhängern nach Rishikesh in den Ashram des Yogis Maharishi Mahesh, dem Erfinder der Transzendentalen Meditation, reisten, um dort zu meditieren. Menschen aus aller Welt suchen auch heute noch ihr Seelenheil in der Meditation, sakralen Gesängen, Ayurveda-Entgiftungskuren und Yogaübungen. Aber Achtung: Was sich nach kleinen Wellnessferien anhört, ist kein Spaziergang. Denn gerade im Ashram muss man häufig einen steinigen Weg gehen, um dem Alltag zu entfliehen, Stress hinter sich zu lassen und schliesslich neue Kraft zu schöpfen sowie inneren Frieden zu finden. Auch die Beatles, die drei Monate bleiben wollten, schafften es nicht, sich an die strengen Regeln des Ashrams zu halten. Ringo Star reiste bereits nach zehn Tagen wieder ab, Paul McCartney blieb einen Monat und auch John Lennon und George Harrison schafften gerademal die Hälfte der Zeit.

Doch egal welche Art von Auszeit man sich gönnt, wichtig ist es Gelassenheit zu finden. Denn sobald man anfängt, Dinge aus der Distanz zu betrachten, verlieren sie ganz automatisch an Bedeutung.

 

 

 

Photos Copyrights:  Shutterstock

Luxuscamp im Outback Tansania

One Nature Nyaruswiga

Das Nyaruswiga Safari Camp liegt im Outback Afrikas in Tansania. Perfekt im Herzen der Serengeti, bietet es einen atemberaubenden Blick auf grenzenlosen Ebenen, umgeben von den majestätischen Nyaruswiga-Hügeln.

Diese einzigartige Destination ist Heimat für eine fast surreale Kulisse – für die reiche Vielfalt und Millionen von wandernden afrikanischen Wildtieren, die jedes Jahr die Weiten der Serengeti-Ebene durchqueren. Ausgestattet mit insgesamt 13 Luxuszelten die jeweils über Himmelbetten, eigene Badezimmer und grossräumige Veranden verfügen, lässt das Nyaruswiga Safari Camp keine Wünsche offen und setzt neue Maßstäbe für eine aufregende Luxus-Safari-Camp-Dimension. ADAM sprach mit Hani Saliba, Chief Executive Officer, One Nature Hotels & Resorts über Luxus und Nachhaltigkeit.

Herr Saliba, Ihr Resort hat den Luxusstandard in der afrikanischen Safari-Welt neu definiert – was unterscheidet Sie von anderen Resorts?

One Nature Nyaruswiga  ist nicht nur super luxuriös, sondern auch nur aus den besten, ethisch vertretbaren Materialien gebaut. Das Resort ist smart und nur von unserem Solar-Hybrid Energiesystem abhängig. Es wurde in hervorragender Weise entworfen und mit dem Anspruch entwickelt, das beste Camp der Welt zu sein, ausschliesslich unter Verwendung der besten Materialien, Technologien und Massnahmen. Zu den Dingen, auf die wir besonders stolz sind, gehört unsere Liebe zum Detail. Das ist bei One Nature Nyaruswiga sehr gut erkennbar. Sogar der kleinste Gegenstand im Camp musste über lange Zeit hinweg perfektioniert werden. Vom kleinsten Accessoire bis zu den grössten Möbeln wurde alles aus umweltfreundlichen und nachhaltigen Quellen hergestellt oder beschafft. Wir sehen uns jedoch nicht in Konkurrenz zu anderen Camps, sondern als Massstab und Ansporn für andere, uns nachzufolgen.

Wenn Sie ganz ehrlich sind: Können Sie grün und gleichzeitig luxuriös sein?

Ja! Das haben wir in unserem Nyaruswiga Camp bewiesen und von nun an sind wir verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle One Nature Resorts immer ein Beweis dafür sind, dass Luxus, Öko-Freundlichkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Das ist unser oberstes Ziel und gehört zu den Kernwerten des Unternehmens.

Was genau ist Ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit und wie setzen Sie ihn in der Praxis um?

Wir können über die Verringerung unserer CO2-Bilanz, unsere hochmodernen Solarparks oder über all unsere recycelbaren und ethisch einwandfreien Materialien, die wir verwenden, sprechen. Generell glauben wir, dass wir die grösste Wirkung erzielen, wenn wir anderen vorleben, was sie im Sinne der Nachhaltigkeit tun können, ob in ihren eigenen vier Wänden oder in Unternehmen. Wenn unsere Gäste feststellen, dass wir uns um diese Dinge Gedanken machen, wenn sie unsere Vorträge hören, werden sie auch sehen, wie einfach das ist – und wie schön es ist, ein umweltfreundliches Leben zu leben … One Nature Nyaruswiga ist real, man kann Nachhaltigkeit anfassen, begreifen und sehen wie ressourcenschonende Möbel, ökologisches Papier, Solarparks und energiesparende Lichter funktionieren und wie es ist, wenn Glasflaschen direkt im Hotel abgefüllt werden. Gäste können in diese Erlebnisse eintauchen und sich verbunden fühlen – dies ist eine echte Motivation, unserem Vorbild zu folgen. One Nature Hotels & Resorts verteidigt das Ethos, die Erde nicht zu besitzen, sondern Wächter für zukünftige Generationen zu sein.

Grüner Luxus

One Nature Hotels & Resorts ist eine luxuriöse Boutique-Hotelgruppe, die weltweit in den exotischsten Destinationen vertreten ist und unvergleichliche  Naturerlebnisse bietet – angetrieben von der Passion, an einem positiven Wandel der Welt mitzuwirken. Jedes One Nature Resort zeigt seinen Gästen auf wahrhaftig natürliche Weise, wie sich ein authentisches Naturerlebnis anfühlt, ohne dabei auf gehobenen Service und Luxus verzichten zu müssen.

www.onenaturehotels.com

 

 

 

 

Photos Copyrights:  One Nature Hotels & Resorts ,

Food pairing

KAVIAR MIT WEISSER SCHOKOLADE ODER LEBERPASTETE MIT JASMINE. HÖRT SICH SCHRÄG AN? SCHMECKT ABER! FOOD PAIRING SEI DANK!

Lamm mit Schokoladensauce ist inzwischen ein Klassiker. Aber auch Kombinationen wie Rindfleisch mit Popcorn, Erbsen-Kartoffel-Brei mit Vanille-Öl und Marmelade oder Schokomousse mit Röstzwiebeln und Speck stehen auf den Speisenkarten hipper Restaurants. Immer mehr Köche verschreiben sich dem Food Pairing. Dabei entstehen die verrücktesten Kombinationen, die eine neue, überraschende Geschmackswelt eröffnen.

Wie funktionierts?

Die vier Sinne Zunge, Nase, Augen und Ohren beeinflussen, ob uns ein Gericht schmeckt oder nicht. Mit der Zunge unterscheidet man lediglich die Geschmacksrichtungen süss, salzig, sauer, bitter und umami (fleischig, herzhaft). Hinzu kommt noch die geschmackliche Schärfe, die über Wärme- und Schmerzsensoren wahrgenommen wird, im engeren Sinne aber nicht als Geschmacksrichtung bezeichnet wird. Mit der Nase nimmt man die Aromen, Gerüche und Düfte wahr – je sensibler die Nase, desto mehr schmeckt man heraus. Die Augen bringen den optischen Eindruck, die Ohren die akustische Empfindung. Nur durch das Zusammenspiel aller vier Komponenten bekommen wir ein umfassendes Resultat, den Geschmack.

Beim Food Pairing geht es nun darum, welche Aromen sich gegenseitig am besten ergänzen und durch ihre Paarung ein harmonisches Ganzes ergeben. Es gilt: Je ähnlicher zwei Produkte in Bezug auf ihr Aroma sind, umso besser passen sie zusammen. Food Pairing ist Harmonie durch dieselbe Aromagruppe. Während passende Kombinationen früher nur durch Experimentieren in der Küche entdeckt wurden, sind sie heute auch im Labor feststellbar. Ist die Aroma-DNA erst einmal entschlüsselt, kann man genau sagen, welche Produkte wie gut zusammenpassen. Beim Food Completing kommt dann noch eine weitere entscheidende Zutat hinzu, das sogenannte Kontrastlebensmittel, das eine ganz andere Aromastruktur aufweist. Ein wissenschaftlich perfektes Gericht sieht also zum Beispiel folgendermassen aus: Erbsen plus Kartoffeln gleich Harmonie. Hinzugabe von Aprikosenmarmelade und Vanille-Öl gleich Spannung.

SpitzenkaffeE trifft auf Haute Cuisine

Auch Kaffee eignet sich nicht nur zum Trinken oder für Desserts, sondern auch zum Kochen. Der heisse Muntermacher sorgt bei vielen Gerichten für den gewissen Kick. Führt man sich vor Augen, dass Kaffee mehr als 800 unterschiedliche Aromen enthält, ist es naheliegend Kaffee als Gewürz zu verwenden. Sein breites Aromenspektrum entsteht in erster Linie durch die hohe Kunst der Röstung. Dies sind hauptsächlich Röst- und Nussnoten, pfeffrig-röstige Aromen, Spuren von Vanille und Nelke sowie Rauch- und Karamellaromen. So verleihen Espresso & Co. Saucen und Marinaden einen ganz besonderen Touch. Ein Chili con Carne beispielsweise wird durch die Zugabe von etwas Espresso zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Aber auch Lachs und Jakobsmuscheln sind ideale Partner zum Tanz der Aromen. Sie haben von Natur aus eine leicht süssliche Note, die mit dem Kaffeearoma sowie dessen Röstnoten perfekt harmoniert.
Im Rahmen der im Oktober stattfindenden Nespresso Gourmet Weeks haben Gourmets die Möglichkeit in Spitzen-Restaurant kulinarische Köstlichkeiten kennenzulernen und zu geniessen. Dabei ergänzen sich die kulinarischen Erlebnisse mit aussergewöhnlichen Grand Crus von Nespresso auf einzigartige Weise. Während der Gourmet-Wochen kreieren Spitzenköche ganz besondere Menüs, die alle eins gemeinsam haben: Sie sind mit Spezialitäten-Kaffees von Nespresso verfeinert.Dank Food Pairing werden neue, überraschende Geschmackswelten eröffnet – es bleibt also spannend in der kulinarischen Welt!

Es begann in der fetten Ente …

Der Ursprung des Food Pairing geht auf den britischen Küchenchef Heston Blumenthal zurück, der in den 90er-Jahren mit verschiedenen Aromen zu experimentieren begann. Vor zwölf Jahren wurde sein Restaurant «The Fat Duck» in Bray/England dafür zum weltweit besten Restaurant ernannt. Und das, obwohl auf seiner Karte Kombinationen wie weisse Schokolade mit Kaviar, Schoko-Muffin mit Blauschimmelkäse oder Austern mit Kiwi standen.

 

 

 

 

Photos Copyrights:  Nespresso, Shutterstock

Cocooning

Kuschelfaktor Cashmere

JETZT, WO DIE TAGE KÜRZER UND DIE TEMPERATUREN SCHATTIGER WERDEN, SCHIEBT SICH DIE VORLIEBE FÜR DAS ZUHAUSEBLEIBEN GERNE MAL IN DEN VORDERGRUND. ZEIT FÜR KUSCHELN UND COCOONING AT HOME!

Im Herbst wird Gemütlichkeit ganz grossgeschrieben. Wir versinken in Bergen aus Kissen, decken uns mit Kuscheldecken zu, tragen flauschige Materialien und zünden Duftkerzen an. Endlich ist die Zeit des lustvollen Chillens angebrochen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Cosy Home
Die Trendforscherin Faith Popcorn sagte bereits in den Neunzigerjahren den Trend des „Cocooning“ voraus. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort für „verpuppen“ ab, einen Kokon schaffen. Doch der Hang zu Heimeligkeit hat nichts damit zu tun, allein im Jogginganzug auf der Couch zu sitzen, sondern ist vor allem ein Einrichtungsstil und eine Lebensart, die das Private in den Vordergrund rückt, geradezu von Gastfreundschaft strotzt und der Gemütlichkeit den Vorzug gibt. Der Mensch sucht nach stilvoller Geborgenheit im eigenen Heim und so wird Jahr für Jahr ein gemütliches Nest eingerichtet. Kissen, Plaids, Lüster, hochflorige Teppiche, Felle und Wolldecken sowie Kamine sind dabei wichtige Ausstattungselemente. Doch auch die Fashion Designer sind längst auf diesen Trend aufgesprungen und beglücken uns mit Oversize-Jacken und ganz viel Strick. Leichte, kuschelige Strickteile in grosszügigen Formen bestimmen den Trend. Die Materialien sind leicht und luxuriös. Alpacca, Wolle und Kaschmir wärmen unseren Körper.

Auf die edle Art
Cashmere und Cocooning gehören zusammen wie verregnete Herbsttage und heisse Schokolade. Denn Kaschmirwolle ist mollig warm, superleicht und besonders zart auf der Haut – kein Wunder kuschelt man sich hier besonders gerne ein. Die Kaschmirwolle wird aus der Unterwolle der Kaschmirziege gewonnen. Diese superfeine Wolle wird mit einem Hakenkamm ganz behutsam und sorgfältig ausgekämmt. Pro Ziege werden nur 100-150 g Wolle gewonnen. Für einen Pullover wird die Jahresproduktion von bis zu vier Ziegen benötigt. Dies erklärt auch den hohen Preis von Kaschmirprodukten, aber das Wohlfühlambiente ist es wert!

Chillen in Style lautet also das Motto für den kommenden Herbst und Winter!

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit“
Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

Photos Copyrights: Loro Piana, Hermès, Zimmerli, Shutterstock

Wipfelstürmer BAUMHÄUSER

Die Idee, einen Baum zu erklimmen, um Schutz zu suchen oder die Erde einfach nur aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist so alt wie die Menschheit selbst. Und wer schon einmal in einem Baumhaus übernachtet hat, weiss, welchen Zauber dieses Gefühl – leicht schwankend zwischen Himmel und Erde zu ruhen – auslösen kann.

Immer mehr Menschen erfüllen sich einen Kindheitstraum, den wahrscheinlich viele träumten: ein eigenes Baumhaus mit allem Drum und Dran. Egal ob romantisch, modern, rustikal oder stylish, Baumhäuser können so viele Formen annehmen, wie unsere Fantasie es zulässt. Sie sind eine kleine Ode an eine alternative Lebensart.

Wolkenkuckucksheim

Fast jeder mag den Duft von frischem Holz und nicht nur Kinder träumen von einem gemütlichen Nest ganz oben im Baum, inmitten eines Blättermeers. Das eigene Reich in luftiger Höhe, ein Ort fernab nerviger Nachbarn und mit einem anderen Blick auf die Welt. Über dem Boden der Tatsachen und den Alltagssorgen bietet das Baumhaus die Möglichkeit, Körper, Geist und Seele einen kleinen Urlaub zu gönnen. Baumhäuser haben den Geruch von Freiheit und Abenteuer an sich haften. Sie bieten Platz für Träume und Sehnsüchte. Sie sind Häuser ohne Fundament, gleichwohl verwurzelt.

Eine besonders grosse Baumhaustradition hat Nordamerika. Die USA haben diese ihrem Hintergrund als Einwanderland zu verdanken, in dem sich die Menschen oft auf unkonventionelle Art ein Zuhause schaffen mussten. Die Grösse des Landes und die immense offene Landschaftsfläche eröffnen für experimentelles Bauen in der Natur beste Möglichkeiten. Baumhäuser, die hier gebaut werden, unterscheiden sich von ihren europäischen Verwandten meist durch ihre Grösse und Bewohnbarkeit. Viele von ihnen sind mehrstöckig angelegt und lassen sich ganzjährig bewohnen. Längst haben diese Häuser nichts mehr mit Strickleitern und Sperrholz zu tun. Doch der Trend zum eignen Baumkronenhaus schwappt auch nach Europa über.

Traumhäuser in den Wipfeln

Der Preis des Traums im Baum? Ab 25,000 Schweizer Franken aufwärts und einem eigenen «Garten» mit Baumbestand ist man dabei. Ideale Bäume sind ausgewachsene Eichen, Buchen, Linden, Eschen und Kastanien. Nicht jeder Baum eignet sich für ein Baumhaus. Bei kleineren Bäumen sollte man die Last auf mehrere Bäume verteilen. Die Bäume sollten gesund sein und weder in ihrer ersten noch letzten Lebensphase stecken, denn sie müssen das Gewicht des Hauses und seiner Bewohner sicher tragen. Wer es besonders luxuriös mag, kann einen Baumhaus-Spezialisten wie den Amerikaner Pete Nelson engangieren. Er und sein Team konstruieren in luftiger Höhe wahre Paläste – bestens ausgestattete Wohnräume im Wert von mehreren 100,000 Franken. Egal, ob Badelandschaft mit Whirlpool, Kaminecke oder Sonnenterrasse mit Panoramablick: Pete Nelson erfüllt den Menschen ihren ganz privaten Traum vom Baumhaus. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, wenn es ums Wohnen in den Bäumen geht.

Wer kein eigenes Grundstück zur Verfügung hat, kann auf Baumhaus-Hotels oder Zimmer ausweichen. Mietbare Baumhäuser liegen auf der ganzen Welt im Trend:

Für Verliebte: www.maisonvalvert.com
Für Familien: www.kulturinsel.com
Für Designliebhaber: www.treehotel.se/en
Für Abenteurer: www.freespiritspheres.com

 

 

 

 

Photos Copyrights: Shutterstock, Inredningsgruppen, Alaisdair Jardine, Shutterstock, Tom Chudleigh, Pete Nelson, Andreas Wenning, Åke Elson Lindman

SCHACH MATT!

Schach spielen ist einfach und dennoch kompliziert, denn nicht Glück, sondern Denken führt zur gewonnenen Partie.

Dein Spiel ist nur so gut wie dein schlechtester Zug

(Dan Heisman)

Schach ist relativ einfach zu lernen, da es auf einigen wenigen Regeln beruht. Trotzdem ist es eines der komplexesten Brettspiele der Welt. Bereits nach zwei Zügen können über 70‘000 verschiedene Stellungen entstehen. Die Zahl der möglichen Spielverläufe ist um ein Vielfaches höher. Ein guter Schachspieler muss daher möglichst viele Stellungen kennen, um möglichst viele Züge des Gegners vorauszuahnen. Neben Wissen und Kombinationsfähigkeit braucht man also eine gute Portion Intuition. Aber was macht die Faszination dieses uralten Spiels aus, das mit seinen unzähligen Spielverläufen nur ein Ziel hat, nämlich den gegnerischen König zu besiegen?

MADE IN INDIA

Die Existenz des Schachspiels lässt sich bis ins Jahr 500 nach Christus zurückverfolgen. Wie und wo es genau entstand, ist unklar. Da die Grundstellung der Schachfiguren der Personen-Stellung des damaligen indischen Heeres entspricht, vermutet man, dass es sich von Nordindien aus in alle Himmelsrichtungen verbreitet hat. Seinen Namen verdankt es jedoch den Persern: „Schah“ ist noch heute das persische Wort für „König“; „«matt“ bedeutet im Persischen „hilflos“. Das moderne Schach ist in fünfzehnhundertjähriger Entwicklung um die ganze Erde gewandert. Dabei flossen Regeln, Symboliken und viele nationale und kulturelle Eigenarten östlicher und westlicher Kulturen in das Spiel ein. Am beliebtesten war das Spiel bei Rittern. Bereits im 11. Jh. gehörte es neben Reiten, Schwimmen, Schiessen, Ringen, Vogelfang und Saitenspiel zu den sieben Künsten der Ritter. Im Gegensatz zu den anderen Ritterkünsten war Schach ein Zimmersport für Winterabende und schlechtes Wetter. Spätestens gegen Ende des 13. Jh. hatte sich das Schach vom Hofe bis in die Hinterhöfe durchgesetzt.

DAS SPIEL DER INTELEKTUELLEN

Wer sich bis ins 18. Jahrhundert hinein mit Schach beschäftigte, gehörte jedoch in der Regel zu einer bevorzugten Minderheit, die aufgrund von Vermögen und Bildung aus der breiten Masse herausragte. Schach galt als etwas Besonderes, als luxuriöser Zeitvertreib für Nichtstuer. Und Zeit braucht man für dieses Spiel, bedenkt man, dass die längste Schachpartie mit 269 Zügen mehr als 20 Stunden dauerte. Auch Denker wie Voltaire, Jean-Jacques Rousseau oder Napoleon Bonaparte bemühten sich angestrengt, ihre Spielstärke im Schach zu verbessern. Sie besuchten häufig das Pariser Café de la Régence, wo François André Philidor und andere Meister ihrer Zeit verkehrten. Und auch heute setzen noch viele Menschen auf das „Spiel der Könige“. Denn wie schon Schopenhauer fand: „Das Schachspiel übertrifft alle anderen Spiele so weit wie der Chimborasso einen Misthaufen.“

MANN GEGEN MASCHINE

Schach war sehr lange Zeit der Massstab für die künstliche Intelligenz. Programme wie „Fritz Schach“ können deshalb so gut spielen, weil der Computer in einer Sekunde mehrere Millionen Stellungen analysieren kann. Der Rechner Deep Blue, der 1997 den damaligen Schachweltmeister Gary Kasparow schlug, schaffte sogar 100 Millionen Stellungen pro Sekunde. Trotzdem gab es erst wenige Siege von Computern über Profi-Schachspieler. Menschen denken zwar langsamer als Computer, aber scheinbar nicht weniger effektiver. Niemand wird Schach je komplett beherrschen – mit seinen Eröffnungen, Tricks und Millionen von Spielverläufen. Aber wahrscheinlich macht gerade das seinen ganz besonderen Reiz aus.

SIEG FÜR WEISS

Statistisch gewinnt Weiss häufiger als Schwarz, nämlich circa 54 Prozent der Partien. Dieses wird damit begründet, dass Weiss die Partie eröffnet und somit bei der Entwicklung der Figuren einen Tempovorteil hat.

SCHACHSYMPHONIEN

Eine ganz besondere Art des Schachspiels ist die Kunst des Problemschachs. Im Unterschied zum Partieschach spielen hier nicht zwei Parteien gegeneinander, sondern ein Schachkomponist entwirft und veröffentlicht eine Aufgabe, die zu lösen ist. Sprich: Schach ohne Partner. So geht es bei der Schachkomposition vor allem um ästhetische Kriterien.

Es gibt keine guten oder schlechten Spieler. Es gibt nur gute oder schlechte Züge.

Siegbert Tarrasch

 

 

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KULT AUF ZWEI RÄDERN

ES GIBT FAHRRÄDER FÜR JEDEN GESCHMACK UND JEDEN ZWECK. UND ES GIBT VELOS, DIE SIND EINFACH KULT.

CAR MEETS BIKE

Die Wege von Automobil und Zweirädern haben sich im Laufe der Geschichte mehr als einmal gekreuzt, besonders in Italien. So ist das Joint-Venture von Ferrari und Colnago nur ein Beispiel der Zusammenarbeit von Auto- und Fahrradherstellern. 1986 trafen sich Ernesto Colnago sowie Enzo Ferrari und beschlossen mit Carbon zu experimentieren. Neben dem Rahmen sind die meisten Komponenten aus Carbon. Das Ergebnis der Kollaboration sind die Räder der CF-Reihe – die Vollendung des Verhältnisses von Gewicht und Leistung.

DAS RAD DES KLEINEN MANNES

Wenn es um Fahrräder geht, ist es unmöglich, China und die Tatsache zu übersehen, dass diese noch immer das wichtigste Verkehrsmittel der weltweit grössten Nation sind. 1950 rollte auf Befehl Maos das erste Flying Pigeon vom Band. und mit ihm wurde das Fahrrad zum Symbol für eine egalitäre Gesellschaft, ein vom Staat gefördertes Transportmittel. Das PA-02 ist ein bequemes, einfaches und langlebiges Fahrrad, das noch immer unverändert gebaut wird. Damit ist es wohl das meistproduzierte Velo der Welt, auch wenn es in Europa nicht sehr bekannt ist. Schwarz, mit Kettenschutz, Dynamo und Metallkorb samt Schutzblechen und einfachen Bremsen strahlt es noch immer den Charme der 50er aus.

DAS ERSTE KLAPPRAD

Wenn Klassiker wiederbelebt werden, dann erfreut das das Herz. Die Graziella war das erste italienische Klapprad und es eroberte in den 60ern und 70ern die Herzen von Klein und Gross. Selbst Salvador Dalí und Brigitte Bardot fuhren mit ihm umher. Rinaldo Donzelli konzipierte ein elegantes und stabiles Faltrad als modische Alternative zu Stadträdern. Über den zentralen Zug lässt es sich ganz einfach einklappen und so überall hin mitnehmen. Die neuen Klassiker gibt es golden, schwarz, weiss und blau. Unverändert ist die Klingel, die mit dem «G».

MIT ORANGE ZUM SIEG

Es gibt die Räder, deren Geschichte sie einmalig macht. Grosse Siege und grosse Namen fallen bei solchen Meisterwerken zusammen. Der beste Fahrer seiner Zeit, wenn nicht sogar aller Zeiten, war Eddi Merckx. Er stellte in den 70er-Jahren Rekord um Rekord auf. Seine Räder wurden zuerst von Ernesto Colnago, dann von Ugo da Rosa gebaut. Beide Meister des Rahmens. Das typische Orange macht die Klassiker noch heute auf den ersten Blick erkennbar und, obwohl aus Stahl, wiegen sie kaum mehr als heutige Räder.

Photos Copyrights: Flying Pigeon, Colnago, Shutterstock Illustration: Manuela Dona