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Wilma Fasola

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Zwischen Glitzer und Gefühl – Benson Boone bricht mit Klischees und trifft den Nerv seiner Generation

Das beste Geburtstagsgeschenk machte sich Benson Boone in diesem Jahr selbst: ein neues Album. Am 20. Juni erschien «American Heart», am 25. Juni wurde der US-amerikanische Sänger 23 Jahre alt. Und zu feiern hatte der junge Mann mit dem ungewöhnlichen Geburtsnamen reichlich. Denn was der Songwriter in den letzten eineinhalb Jahren an Erfolgen verbuchen konnte, kann sich sehen lassen. 2024 war er unter anderem als «Best New Artist» bei den MTV Music Awards und als «International Artist of the Year» bei den BRIT Awards nominiert. 2025 stand er auf der Liste der Anwärter auf einen Grammy als «Best New Artist». Zudem konnte er mit dem Song «Beautiful Things» fünf Mal Platin gewinnen. Und auch sonst gilt er weltweit als Ausnahmetalent. Und aktuell sieht es nicht so aus, dass seine Erfolgssträhne abreissen wird.

Eindruck machen
Zuletzt hat er beim legendären Coachella-Festival im letzten April einen Auftritt hingelegt, der zu reden gab. Gemeinsam mit dem Queen Gitarristen Brian May präsentierte er eine Coverversion von «Bohemian Rhapsody». Und das inklusive Salto von einem Flügel. Und schon vorher hatte er im Februar bei den Grammys eine Show geliefert, die in den sozialen Medien gefeiert wurde. Auf der Bühne liess er sich von Modell-Mama Heidi Klum den Anzug vom Körper reissen. Zum Vorschein kam ein babyblauer, hautenger Glitzerjumpsuit, dem später Meta-Chef Mark Zuckerberg bei der Geburtstagsparty seiner Ehefrau einen zweiten Auftritt ermöglichte. Sich selbst als Unikat zu präsentieren, gelingt Benson Boone gut. Aber wo ein «Wow», da gibt es auch immer auch eine andere Seite.

Denn, was so kurz zusammengefasst nach viel Selbstbewusstsein klingt und darauf schliessen lässt, dass da ein junger Kerl auf der Welle des Erfolgs reitet und das sehr dominant, ist eben nicht ganz so. Denn auch Benson Boone kennt Selbstzweifel – vor allem, wenn es um sein Aussehen geht. So sagte er in einem Interview mit dem «Rolling Stone»: «Weil ich so unfassbar hart zu mir selbst bin, und wenn ich anfange, zu viel über mein Aussehen nachzudenken, macht mich das einfach fertig, weil es immer etwas gibt, was ich noch tun könnte.» Die Arme muskulöser, die Schultern breiter … die Liste sei lang, so sein Fazit. Und dann atmet er kurz durch und ist wieder Realist: «Doch ich kann es mir nicht leisten, so zu denken, weil ich niemals glücklich sein werde, wenn ich so denke.»

Sich selbst verstehen
Das klingt ziemlich reif für einen jungen Mann Anfang 20. Auf der anderen Seite zeigt es auch, dass im Rampenlicht stehen – und das mit unfassbar viel Talent – eben nicht nur Glanz und Glamour ist. Sondern harte Arbeit, und die auch an sich selbst. Schaut man sich seine Songs an, ist dann auch schnell klar, dass Boone das Leben als grosse Chance, aber auch Herausforderung sieht. Selbstreflektiert war er aber schon immer. So nahm er an der 19. Staffel der Castingshow «American Idol» teil. Und die Juroren Lionel Richie, Katy Perry und Luke Bryan waren überzeugt, er aber jedoch nicht. Denn er verliess die Show auf eigenen Wunsch und erklärte später, dass «er seine musikalische Karriere lieber unabhängig und auf seine eigene Art entwickeln wollte». Sprich: Plattenlabel, Songs und Outfits wollte er sich weiter selbst aussuchen.

Boones erste Single «Ghost Town» erschien im Oktober 2021 und war sofort ein Erfolg. Er erreichte Chartplatzierungen in mehreren Ländern, unter anderem in den USA, Norwegen, Deutschland und Schweden. Die Anfänge waren gemacht. Im Januar 2024 kam dann die Single «Beautiful Things» auf den Markt. Kein One-Hit-Wonder, sondern das Ergebnis von Disziplin und dem Verständnis von Individualität. Benson Boone eifert nicht nach, daher auch die Neuinterpretation von «Bohemian Rhapsody». Aber er weiss, dass er nicht der erste Bühnenheld ist und genau das macht ihn so sympathisch. 
Seine Musik ist geprägt von emotionaler Ehrlichkeit und thematisiert Liebe, Verlust, Hoffnung und Selbstfindung. Boone selbst nennt Künstler wie Adele, Bruno Mars und Twenty One Pilots als wichtige Einflüsse für sein Schaffen. Und er bleibt dennoch authentisch.

Ein gesundes Selbstbewusstsein
Boone betont immer wieder, dass er Musik machen möchte, die für ihn selbst Bedeutung hat – ohne sich Trends oder Erwartungen zu unterwerfen. Mit seinem Talent, seiner Leidenschaft und seinem Gespür für zeitlose Songs hat der Sänger beste Chancen, sich langfristig in der Musikwelt zu etablieren. Seine Reise hat gerade erst begonnen, doch schon jetzt ist klar: Benson Boone ist gekommen, um zu bleiben. Er bleibt sich selbst treu, auch wenn der Druck steigt – von aussen wie von innen. In einer Welt, in der Likes und Klickzahlen oft wichtiger erscheinen als künstlerische Substanz, erinnert er junge Künstler daran, dass echte Emotionen und authentisches Storytelling immer noch ihren Platz haben. Er ist der Beweis, dass Verletzlichkeit kein Widerspruch zu Stärke ist, sondern Teil eines neuen Verständnisses von Männlichkeit und Ausdruck. Seine Texte sind keine Showeffekte, sondern Spiegel seines Inneren. Vielleicht berührt genau das so viele Menschen: ein Künstler, der nicht nur performt, sondern spürbar lebt, was er singt.

Photos Copyrights: Dennis Leupold & David Roemer

Der Lamborghini Temerario schlägt ein neues Kapitel in der Ära der Supersportwagen auf

Der brandneue Lamborghini Temerario vereint kompromisslose Leistung mit wegweisender Elek-
trifizierung. Mit seinem Hybrid-Antriebsstrang setzt er nicht nur neue Massstäbe in der Elektromobilität, sondern bietet auch das ultimative Fahrerlebnis, das den Namen Lamborghini verdient. Mit seinem 920 PS starken V8-Biturbo-Hybridmotor ist er ein wahres Meisterwerk, optisch natürlich auch ein echter Hingucker. Da liess sich auch CEO Stephan Winkelmann zu Lobeshymnen hinreissen: «Der Temerario ist eine echte Fuoriclasse: ein Auto der Extraklasse, ein aussergewöhnliches und innovatives Fahrzeug, sowohl in technischer als auch in stilistischer Hinsicht». Um dann noch auf die neue Strategie aller Luxussportwagen-Produzenten hinzuweisen, die in den letzten Jahren nahezu alle auf dem Schirm haben: Elektrifizierung. Oder um es mit seinen Worten zu sagen: «Mit dem Temerario haben wir ein wichtiges Kapitel in der Elektrifizierungsstrategie unseres Plans Direzione Cor Tauri abgeschlossen.»

Grüne PS-Boliden
Die Elektrifizierungsstrategie der Sportwagenhersteller markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Automobilindustrie. Traditionell waren Sportwagen für ihre leistungsstarken Verbrennungsmotoren bekannt, die beeindruckende Leistung und vor allem unverwechselbaren Sound boten. Marken wie Porsche, Ferrari und Lamborghini haben diesen Wandel bereits fest in ihre Zukunftsstrategien integriert. Dabei verfolgen sie alle ein gemeinsames Ziel: den Fahrspass und die Leistung, für die ihre Marken stehen, mit moderner Elektro- und Hybridtechnologie zu vereinen. Aber klar: Gleichzeitig wollen sie natürlich auch ihre CO2-Bilanz verbessern. Was auch den neuen Gesetzen geschuldet ist.

Porsche war mit seinem vollelektrischen Taycan einer der Vorreiter und hat gezeigt, dass Elektrosportwagen nicht nur leistungsstark, sondern auch alltagstauglich sein können. Lamborghini hat mit seinem Direzione-Cor-Tauri-Plan nachgezogen und einen klaren Fahrplan in Richtung Elektrifizierung gesetzt. Ziel ist es, bis Ende des Jahrzehnts das erste vollelektrische Modell zu präsentieren und alle bestehenden Baureihen zu elektrifizieren. Mit dem Lamborghini Temerario wurde nun der Grundstein gelegt.

Tradition versus Innovation
Für die Hersteller stellt die Elektrifizierung eine Gratwanderung dar. Einerseits müssen sie den Erwartungen an emissionsärmere, umweltfreundlichere Fahrzeuge gerecht werden, andererseits darf der Seele des Sportwagens – das emotionale Fahrerlebnis, der unverwechselbare Sound und die pure Leistung – nichts verloren gehen. Beim Temerario wurde das gekonnt umgesetzt. Die Kombination aus Biturbo-Antrieb mit drei Elektromotoren ist einzigartig und reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zu früheren Modellen um bis zu 50 Prozent. Dazu CEO Winkelmann: «Der Temerario ist nicht nur ein technisches Wunderwerk, sondern auch ein Statement für die Zukunft der Supersportwagen.»

Dennoch schnell auch noch ein paar Zahlen: 920 PS wurden schon erwähnt, dazu kommen 10’000 Umdrehungen pro Minute und einer Höchstgeschwindigkeit von über 343 km/h plus einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 
2,7 Sekunden. Der Bremsweg von 100 auf 0 km/h liegt bei 32 Metern. Der Porsche 911 GT3 schafft 30,7 Meter, der Ferrari F430 33,5 Meter.

Sieht einfach gut aus
Das Design des Temerario ist natürlich auffällig, aber auch funktional. Die Ingenieure von Lamborghini haben das Fahrzeug mit einer völlig neuen Aerodynamik ausgestattet, die den Abtrieb um 103 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell erhöht. Das Aluminium-Chassis wurde neugestaltet, was die Fahrdynamik erheblich verbessert. Designchef Mitja Borkert beschreibt den Temerario als «mutig, authentisch und unerwartet». Das Fahrzeug vereint futuristische Formen mit klassischen Lamborghini-Elementen wie der hexagonalen Lichtsignatur und der kühnen Haifischnase, die für die aggressive Optik sorgt. «Mit dem Temerario geben wir der Lamborghini-Designsprache eine neue Form und machen einen grossen Schritt in Richtung Zukunft», so Borkert.

Im Innenraum setzt Lamborghini auf das Prinzip «Feel like a pilot», bei dem der Fahrer dank der niedrigen Sitzposition und der intuitiven Bedienelemente das Gefühl hat, in einem Cockpit zu sitzen. Carbon und Leder sowie das neu entwickelte Lamborghini Vision Unit System sorgen für ein unvergleichliches Fahrerlebnis. «Der Innenraum des Temerario ist das perfekte Zusammenspiel aus digitaler und physischer Erfahrung», erklärt Borkert weiter. Die vollständig individualisierbaren Displays bieten sowohl dem Fahrer als auch dem Beifahrer maximale Kontrolle und Übersicht. Lamborghini hat zudem besonderen Wert auf den Komfort gelegt: Der Temerario bietet mehr Platz als seine Vorgänger, was ihn auch für den Alltag tauglich macht. Daher: Einsteigen und Gas geben. Die Zukunft des Automobils ist elektrifiziert, da machen wir uns nichts vor, doch ohne dabei den gesunden Nervenkitzel und die Emotionen zu verlieren, die ein echter Sportwagen, wie ein Lambo bietet.

Photos Copyrights: Lamborghini

«MC Eyewear» ist das Gemeinschaftswerk des Künstlers Michel Comte und des Optikers Zwicker. Drei Brillenmodelle, die sowohl als optische, aber auch als Sonnenbrille getragen werden können.

Eigentlich wollte Michel Comte nur etwas essen, doch dann traf er in der Zürcher Kronenhalle auf Yves Saint-Laurent. Comte, damals 18 Jahre alt, war beeindruckt. Von Saint-Laurent selbst, aber noch mehr von dem, was dieser auf der Nase trug. Die Brille des Modedesigners faszinierte ihn so sehr, dass er danach ein eigenes Modell entwarf und dieses beim ältesten Optiker in Zürich – Optiker Zwicker – verwirklichen liess. Seitdem hat er sich noch viele weitere individuelle Brillen anfertigen lassen, an verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Stilen. Nun aber hat er gemeinsam mit Optiker Zwicker ein Gemeinschaftswerk geschaffen: die Kollektion «MC Eyewear». Drei Modelle, von Comte designt und von Zwicker in Perfektion umgesetzt.

Der Clou: Jedes Modell kann sowohl als optische wie auch als Sonnenbrille angefertigt werden. Die Quintessenz: Comte kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Und das freut ihn wie auch den Inhaber von Optiker Zwicker, Daniel Halder: «Es ist eine grosse Freude, Teil seiner Geschichte zu sein und diese brillanten Designs exklusiv anzubieten.» Und Comte selbst meint: «Heute bin ich zurück in meiner Heimatstadt und habe das Glück, mit Optiker Zwicker – wo alles begann – zusammenzuarbeiten und eine spezielle Brillenkollektion ins Leben zu rufen.»

Einzigartigkeit im Blick

Sowohl für Comte als auch für Zwicker ist eine Brille mehr als eine Sehhilfe. Sie ist ein Zeichen von Persönlichkeit und betont den Charakter eines Menschen. «Die Brillen dieser Kollektion sind für Menschen, die ein Statement setzen möchten», betont der Künstler daher auch. «Sie sind für alle, die wissen, dass eine Brille nicht nur die Sicht verbessert, sondern auch die Persönlichkeit unterstreicht.» Inspiriert sind die Modelle von einer Brille, die Comte selbst über viele Jahre trug und die zu einer wichtigen Begleiterin wurde. Eine Brille, die er zufällig in einem Vintage-Shop entdeckte, die ihn aber genauso in ihren Bann zog wie einst die Brille von Saint-Laurent.

Die Brillen selbst überzeugen vor allem durch Fassung – filigran sind sie nämlich nicht. Sie sind Hin- wie Durchgucker. Und sie tragen zudem besondere Namen: Nearco, Luna und Bianca. Benannt wurden die drei Modelle der Kollektion nämlich nach bedeutenden Persönlichkeiten im Leben Comtes: Nearco war sein Rennpferd, Luna hiess sein Hund und seine Katze nannte er Bianca, als Tribut für die Sozial- und Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger.

Photos Copyrights: Michel Comte, Optiker Zwicker

«Rocco Forte»-Hotels sind der Inbegriff von Luxus, Eleganz und Einzigartigkeit. Was natürlich auch bedeutet, den Gästen individuelle Erlebnisse zu ermöglichen.

Gastfreundschaft ist tief in der italienischen Lebensweise verwurzelt. «Ospitalità» ist förmlich der Inbegriff von Herzlichkeit und wird natürlich auch in den «Rocco Forte»-Hotels in Perfektion gelebt. Für die neue Saison gilt daher wie immer die Maxime: Den Gästen an wunderschönen Orten den besten Service bieten! Und das bedeutet auch, den Menschen mitzunehmen auf eine Reise in die Welt der «Dolce Vita».

Masseria Torre Maizza, Apulien

Küchenchef Fulvio Pierangelini bietet jedoch seinen Gästen nicht nur in Florenz kulinarische Highlights, sondern verbringt auch einen Teil seiner Zeit im «Masseria Torre Maizza». Das in der malerischen Landschaft Apuliens stehende alte Bauernhaus wurde ebenfalls komplett renoviert und zu einem Luxushotel umgebaut. 40 Wohneinheiten, ein 9-Loch-Golfplatz und das alles unweit vom Meer entfernt, bieten Platz für eine stilvolle Auszeit.
Damit die Gäste den Genuss der heimischen Küche ganz bewusst erleben können, bietet das Resort eine fünftägige Gourmetreise an, geführt von Fulvio Pierangelini selbst. Während dieser Entdeckungsreise geht es entlang der apulischen Küste durch sonnige Olivenhaine zu lokalen Produzenten. Vor Ort dürfen die Reisenden den Heimischen bei der Produktion über die Schulter schauen und natürlich werden die Produkte anschliessend bei einem ausgiebigen Mahl genossen. Der Küchenchef selbst wird dabei selbst den Kochlöffel schwingen und die kleinen Details der kulinarischen Geheimnisse des Landes teilen.

Hotel Savoy, Florenz

«Frisch» steht auch auf der Karte des «Ristorante Irene» des «Hotel Savoy» in Florenz. Und frisch kommt in diesem Rocco- Forte-Haus auch das Geschirr auf den Tisch. Küchenchef Fulvio Pierangelini hat gemeinsam mit der florentinischen Marke «Loretta Caponi» ein eigenes, vom Frühling inspiriertes Tischgeschirr kreiert. Auf jedem Platz im Restaurant liegen nun kunstvoll bestickte Sets und Servietten, die das kulinarische Erlebnis auf dem Teller wunderbar in Szene setzen.
Das Stadtpalazzo, in dem das «Hotel Savoy» zu finden ist, stammt aus dem Jahr 1893. Es liegt fussnah zur berühmten Kathedrale «Santa Maria del Fiore» und direkt an der «Piazza della Repubblica». Die Zimmer und Suiten wurden erst vor wenigen Jahren rundum erneuert und dank italienischer Handwerkskunst heissen sie die Gäste im edlen florentinischen Stil willkommen. An den Wänden hängen im gesamten Haus fast ausschliesslich lokale Kunstwerke.

Hotel de la Ville, Rom

Im Schatten der majestätischen Spanischen Treppe, an einem der geschichtsträchtigsten Orte Roms, begrüsst das «Hotel de la Ville» seine Gäste. Luxuriöser Komfort gepaart mit der Geschichte der Stadt sorgen für ein einzigartiges Erlebnis. Das Haus aus dem 18. Jahrhundert wurde aufwendig renoviert, wobei darauf geachtet wurde, den Charme der Vergangenheit lebendig zu halten. Jedes Zimmer, jede Suite wurde individuell gestaltet und bietet stets einen Blick auf die Stadt. Das Hotel beherbergt zudem mehrere Restaurants und Bars wie unter anderem das «Mosaico», das weit über die Stadtgrenzen und vor allem auch für seinen grossartigen Weinkeller bekannt ist.

Neben dem perfekten Ambiente bietet das Luxushotel seinen Gästen zudem massgeschneiderte Erlebnisse an, die weit über die normale Stadtführung hinausgehen. Passend zum 100. Geburtstag des italienischen Schauspielers Marcello Mastroianni bietet das «Hotel de la Ville» nun eine abendliche Rundfahrt in einem restaurierten Vintage-Fiat 500 an. Dieser nimmt die Gäste mit auf eine Tour durch die ewige Stadt, was gerade zur nächtlichen Stunde noch einmal ein ganz besonderes Abenteuer ist und hält vor allem an Orten, an denen berühmte Filmszenen gedreht wurden …

Verdura Resort, Sizilien

Auch das zur Gruppe gehörende «Verdura Resort» lässt die Menschen eintauchen, in diesem Fall in die Geschichte und wunderschöne Landschaft Siziliens. Statt am Abend bietet das Haus seinen Gästen neu in diesem Jahr eine morgendliche Ausfahrt an. Diese nimmt die Gäste mit auf eine Reise durch das «Tal der Tempel», eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Siziliens. Danach wird zu einem traditionellen sizilianischen Bauernfrühstück geladen. Eine süsse Verführung mit Granita, einer eisigen Erfrischung aus Wasser, Zucker und verschiedenen Aromen  sowie ein Brioche, das gerne auch warm serviert wird.

Das Verdura Resort ist ein eindrücklicher Rückzugsort, eingebettet in die Südküste Siziliens. Von überall auf dem 230 Hektar grossen Gelände bietet sich ein Blick auf das Mittelmeer. Die Gäste haben die Qual der Wahl zwischen einem klassischen Doppelzimmer, einer grossen Suite oder aber einer eigenen Villa. Geht es um den kulinarischen Genuss, stehen im Restaurant «La Zagara» mediterrane Spezialitäten auf der Karte, im direkt am Strand liegenden «Amare» vor allem Fisch, fangfrisch aus dem Meer.

Photos Copyrights: Rocco Forte-Hotels

«Bucherer exclusive» steht für eine eigene Edition des Schweizer Luxusretailers und zugleich für hochwertige Uhrmacherkunst. Erhältlich sind die Zeitmesser namhafter Manufakturen als Sonderanfertigungen und teilweise stark limitiert.

Perfektion und Einzigartigkeit sind zwei der Grundpfeiler der Uhrmacherkunst. Etwas, was das Schweizer Traditionshaus Bucherer wertschätzt. Wer sich in Zürich auf die Suche nach der perfekt zu ihm passenden Uhr macht, wird daher genau hier fündig – im fünfstöckigen Gebäude an der Bahnhofstrasse 50. «Bucherer Exclusives» steht auch für handwerkliche Präzision, unverkennbares Design und Finesse. Die exklusiven Stücke, die zudem fast alle limitiert sind und die Bucherer in einer exklusiven Partnerschaft mit namhaften Manufakturen wie z. B. H. Moser & Cie. oder Ulysse Nardin kreiert hat. Rund 40 ganz besondere Modelle sind bislang entstanden und das bringt Liebhaberinnen und Liebhaber schöner Zeitmesser ins Schwärmen. Aussergewöhnlich, experimentell und exklusiv eben.

Girard-Perregaux

Beginnen wir mit der Sonderedition des Laureato Chronographen von «Girard-Perregaux». Die über 200 Jahre alte Manufaktur mit Sitz in La Chaux-de-Fonds steht sinnbildlich dafür, dass ein Zeitmesser so viel mehr ist als die Antwort darauf, wie spät es ist.  Das Ziffernblatt dieser Special Edition trägt ein silbernes «Clous de Paris»-Muster und verfügt über blaue Hilfsziffernblätter, also farblich angelehnt an Bucherers Signaturfarben.

Seine charakteristischen Eigenschaften – wie vor allem die erhöhte, achteckige Lünette – trägt das Modell jedoch natürlich weiterhin stilvoll zur Schau, schliesslich macht es die seit 1975 erhältliche Laureato-Kollektion zu einer der beliebtesten der Marke «Girard-Perregaux». Gleiches gilt für den nahtlosen Übergang des Stahlgehäuses und -armbandes. Für alle, die auf Extravaganz am Handgelenk stehen, ist dieses Sondermodell definitiv einen zweiten Blick Wert.

Breitling

Ein weiteres Meisterwerk, diesmal aus dem Hause Breitling, hat ebenfalls dank der Kollektion «Bucherer Exclusive» ein neues Gesicht bekommen. In diesem Gemeinschaftsprojekt von Bucherer und Breitling wurde die «Superocean» als stilvolles Terzett in drei Varianten neu aufgelegt. Die «Superocean Automatic 44» überzeugt mit hellblauem Zifferblatt und Keramikeinsätzen. Gleiches gilt für die kleinere Schwester, die sich mit einem Durchmesser von 36 mm auch an etwas schmalere Handgelenke anschmiegt. Und die dritte Uhr in der Kollektion ist die «Superocean Automatic 42». Eine Minutenskala in Burgunderrot sowie eine Lünette in Rotgold machen sie zu einem echten Hingucker. Jedes Modell ist jedoch nur 88-Mal erhältlich, Breitling-Fans sollten sich also sputen.

Die Geschichte der «Superocean» ist übrigens legendär, war sie doch die erste Taucheruhr, die Breitling auf den Markt brachte und das Unternehmen und seine Ausrichtung nachweislich prägte. Denn ob Tauchen, Schwimmen oder Segeln, der Wunsch nach einem zuverlässigen Begleiter beim Wassersport gewann zur damaligen Zeit, also in den 1950er-Jahren, zunehmend an Bedeutung. Und Breitlings «Superocean» lieferte eine stilvolle Antwort. Über die Jahre wurde das Modell Step by Step modifiziert, was vor allem mehr Technik und eine noch bessere Lesbarkeit bedeutete. Schlussendlich wurde die «Slow Motion»-Version geboren, die bis heute an ihrer Popularität nicht verloren hat.

L’Epee 1839

Und ja, wenn wir von Zeitmessern reden, dürfen wir auch an Zeitreisen denken. Mit der «Bucherer Exclusive Time Machine» hat Bucherer diese aus Science-Fiction-Filmen bekannte Illusion in Form einer Tischuhr lebendig gemacht. Oder anders, sie gemeinsam mit der Marke L’Epée 1839 zum Leben erweckt. Die mechanische Skulptur erinnert sehr an eine Zeitkapsel. Der faszinierende Look, das futuristische Design und die beweglichen Elemente der Skulptur verbinden sich gekonnt mit allen Raffinessen der Uhrmacherei. Die Zeitkapsel – Glasröhre, Zeitanzeige sowie das gesamte mechanische Werk – lässt sich in Rotation versetzen. Dieser Zeitmesser gehört auf jeden Fall zu den aussergewöhnlichsten Objekten der «Bucherer Exclusive»-Kollektion und zu den neusten. Das Sammlerstück ist limitiert auf 20 Exemplare weltweit.

Photos Copyrights: Bucherer

Seit 150 Jahren steht «Zwiesel Glas» für eindrückliche Handwerkskunst. Eine Hommage an ein Produkt, das für viele von uns jedoch zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Aus einem Glas zu trinken – welches Getränk auch immer – ist für uns selbstverständlich. Wo es herkommt, wie es geschaffen wurde, darüber machen sich jedoch die wenigsten Menschen Gedanken, wir geniessen lieber den Inhalt. Dabei ist die Handwerkskunst, die hinter der Produktion steckt, spannend, eindrücklich und vor allem hat sie eine lange Geschichte. Bereits viele Jahrhunderte vor Christus wurden die ersten Gläser hergestellt, die erste offizielle Produktionsaufzeichnung findet sich auf einer Tontafel aus der Bibliothek des assyrischen Königs Ashurbanipal. Und schon damals, also im 7. Jahrhundert v. Chr. wurden Sand, Asche und Kreide verwendet. An diesen Substanzen hat sich bis heute wenig verändert, auch heute nutzt man Quarzsand, Pottasche, Kalk und Metalloxide. Wobei Letztere vor allem jedoch der Einfärbung dienen.

Weltweit führend, weltweit beliebt

Heute werden pro Jahr in Europa rund 39,5 Millionen Tonnen Glas produziert. In Deutschland steht dabei das Unternehmen «Zwiesel Glas» für moderne, hochwertige und wunderschöne Glasvarianten – und das seit mehr als 150 Jahren. Das wird geschätzt, vor allem von der Gastro- und Hospitality-Branche. Kein Wunder daher, dass man auch in diesem Jahr wieder als «Weltmarktführer Champion» ausgezeichnet wurde. Und das zum siebten Mal in Folge. Bis zu 60 Millionen Gläser produziert Zwiesel Glas pro Jahr – mit einem ganz eigenen Klang. Oder wie es intern auch heisst: «Gläser mit einer besonderen Note». Glasmacher können nämlich ein Zwiesel Glas am Ton erkennen, der erklingt, wenn man dezent dagegen schlägt.

Neben Qualität setzt man bei Zwiesel Glas zudem auf Design. Und das ebenfalls sehr erfolgreich. So erhielt der Dekanter «Symbiosis» dafür in diesem Jahr den «Iconic Award: Innovative Interior 2024» in der Kategorie Produktdesign. Sich auf den genannten Preisen auszuruhen, liegt jedoch nicht in der Firmenphilosophie. Oder wie Firmeninhaber Dr. Andreas Buske sagt: «Wir sind sehr stolz darauf, auch im Jahr 2024 wieder als Weltmarktführer ausgezeichnet worden zu sein. Dieser Titel ist für uns eine schöne Bestätigung, zugleich aber auch ein weiterer Ansporn dafür, weltweit die Marke für alle Momente zu werden, die das Leben besonders machen.»

Eine schöne Motivation, denn ja, auch wenn wir oft unbewusst ein Glas in der Hand halten, haben wir viele Momente, in denen wir damit angestossen haben, nicht vergessen. «Cheers!» «Santé!» «Prost!» «Jámas!» «Skål!»

Photos Copyrights: Zwiesel Glas

Lernen von der Natur. Die Produkte von IRÄYE enthalten einen Wirkstoff, der das menschliche Lymphsystem regeneriert.

Die Gründerväter Prof. Michael Detmar und Dr. Epa Gousopoulos haben lange geforscht, um an ihr Ziel zu kommen. Rund 20 Jahren hat es gebraucht, um die perfekte Hautpflege zu entwickeln, die das lymphatische System aktiviert und so für einen strahlenden Teint sorgt. Also von aussen Einfluss nehmen, um die innere Schönheit ans Licht zu bringen, um es ein wenig zu vereinfachen. Und egal ob «The Shaping Body Cream», die «Eye Revive Cream» oder das «Radiance Firming Serum», der Name, die Marke IRÄYE revolutioniert die Hautpflege.

Prof. Michael Detmar und Dr. Epa Gousopoulos

Ein echter Booster

Das menschliche Lymphsystem ist unser eigener, interner Staubsauger. Leider ist es jedoch wie mit allen «Geräten», die Stärke lässt über die Jahre nach. Un­­­d so ist es leider auch hier. Der von Detmar und Gousopoulos entwickelte LymphactiveTM-Komplex ist – um beim Beispiel zu bleiben – quasi die Generalüberholung. Die unter dem Namen IRÄYE erhältlichen Produkte verfügen über fünf pflanzliche Aktivatoren, die die lymphatischen Strukturen der Haut erneuern und demnach den natürlichen Reparaturprozess gewährleisten. Und das dauerhaft. Schädliche Oxidantien, Stoffwechselabfälle und Zelltrümmer haben keine Chance. Studien bestätigen das, denn die Produkte von IRÄYE, mit dem LymphactiveTM-Komplex steigern die Lymphaktivierung um fast 300 Prozent.

Eine für alle

Aktuell gibt es drei Produkte der Marke IRÄYE, die dank des neuen Wirkstoffs nachweisbar die Haut straffen und Cellulite den Kampf ansagen. Der Clou: Sämtliche Produkte eigenen sich für alle Hauttypen und jedes Geschlecht. «The Shaping Body Cream» spendet Feuchtigkeit und sorgt gleichzeitig für den Abbau ungewollter Wassereinlagerungen. Die «Eye Revive Cream» verfügt ebenfalls über den gleichen Effekt, was geschwollene Augen und Augenringe zur Vergangenheit macht. Und das «Radiance Firming Serum» sorgt für ein ebenmässiges Hautbild. Feine Linien und Fältchen sind innerhalb weniger Wochen nach der ersten und regelmässigen Anwendung verschwunden.

Nachweisbar besser

Mehr als 2’200 Pflanzenextrakte haben Prof. Michael Detmar und Dr. Epa Gousopoulos untersucht, um sich dann auf die 5 festzulegen, die die perfekte Mischung und damit den angesprochenen revolutionären LymphactiveTM-Komplex ergeben. Doch der Einsatz hat sich gelohnt, denn rund 9 von 10 Personen bestätigen, dass sich ihre Haut durch die Anwendung der Produkte straffer und gesünder anfühlt und leuchtend aussieht.

Die Marke IRÄYE revolutioniert die Hautpflege. Sämtliche Produkte eignen sich für alle Hauttypen und jedes Geschlecht.

Photos Copyrights: IRÄYE

Seit mehr als 100 Jahren steht die Marke Boesch für einmalige Wasserfahrzeuge und hat mit der «Boesch-Horizon-Gliding-Technologie» die Welt der Motorboote revolutioniert. 

Es gibt diese Dinge, die man selbst erlebt haben muss, um sie zu verstehen. Einfach, weil man sie wirklich gefühlt hat. Dazu gehört auch eine Fahrt mit einem Boesch-Boot. Dank der von der Schweizer Inhaberfamilie selbst entwickelten und konstant verfeinerten Horizon-Gliding-Technologie fühlt sich die Fahrt an, als schwebe man über dem Wasser und verschmelze mit dem Horizont. Das macht sowohl eine entspannte Ausfahrt wie aber auch Wasserskiwettbewerbe zu einem einzigartigen Erlebnis.

Nicht höher, aber schneller

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Boesch für aussergewöhnliche Wasserfahrzeuge. Und für Innovationskraft. Denn dass die Boote heute derart hohe Geschwindigkeiten fahren und dennoch sicher das Wasser durchkreuzen, ist Walter Bösch zu verdanken. Während in den 1920er-Jahren zunächst Gleitboote zu einem Trend und auch zum Repertoire von Bösch gehörten, hatte der gelernte Bootsbauer Bösch eine ganz andere Vorstellung davon, wie ein Boot sich fortbewegen sollte.

Er wollte unbedingt ein schnelles Gefährt, etwas Sportliches. Die damalige Verdrängerrumpfform der Boote machte das jedoch unmöglich, rein physikalisch schon. Doch Walter Bösch fand eine Antwort darauf, indem er sich an den Wasserflugzeugen orientierte. Parallel war für ihn zudem klar, dass er keine Boote bauen wollte, die ihre Nase gen Himmel reckten, er wollte vielmehr ein schnelles Boot, dass sich horizontal zur Wasserüberfläche bewegte. Der Rest ist Geschichte, die immer noch fortgeschrieben wird.

Stark und gleichzeitig schön

Heute gehören Boesch-Boote wie damals zu den innovativsten, sie sind zudem aber auch mit die schönsten. Jedes einzelne ist eine perfekte Kombination aus Holz und Leder und einem echten Leistungsträger im Inneren: Der Ilmor MV8 5.7 Liter gehört nämlich zu den leistungsstärksten und widerstandsfähigsten Motoren im Bereich der Motorboote und kann – wahlweise – in einem Boesch-Boot sogar durch einen noch leistungsstärkeren Ilmor MV8 7 Liter ersetzt werden.

Und auch bei der Instrumentenanzeige setzt man mit der Schweizer Uhrenmanufaktur IWC auf einen starken Partner. Neben der hochwertigen Standardausrüstung darf Individualität nicht fehlen. Was bedeutet, dass viele Details auf Wunsch der Kundin, des Kunden angepasst werden.

Anders, weil noch etwas Eleganz und Exzellenz mehr

Das Unternehmen selbst wird heute in der 4. Generation geführt, aber immer noch im Sinne des Gründers. Und wer vielleicht bereits festgestellt hat, dass die Familie Bösch, das Unternehmen jedoch Boesch heisst, dann liegt das nicht an einem Fehler unsererseits. Sondern schlicht daran, dass ein anderes, etwas grösseres Unternehmen Angst hatte, dass man Bösch zu schnell mit Bosch verwechselt. Doch das zusätzliche «e» im Namen unterstreicht noch einmal die Exzellenz der Boote. Und das haben sie sich ehrlich verdient.

Photos Copyrights: Boesch

Im Interview erzählt Stefano Petta, Sommelier des Jahres 2024, warum er keinen Lieblingswein hat und warum ihn in der Ausbildung der «Fruchtsalat» unter Druck gesetzt hat.

Herr Petta, welche Frage sollte man einem Sommelier niemals stellen?
Stefano Petta
: Welcher ist dein Lieblingswein … Denn es gibt nicht den einen Wein, keinen Lieblingswein in meinen Augen. Sicher haben Sie vielleicht einen Favoriten, den Sie gerne trinken und von dem Sie immer eine Flasche daheim haben. Aber Wein hat auch viel mit der Situation zu tun, in der man ihn trinkt. Und auch Dinge wie die Jahreszeiten und ihr Vis-a-Vis sind relevant, welcher Wein am besten passt.

Und welche Frage wird einem Sommelier nie gestellt, obwohl sie auf der Hand liegt?
Da muss ich wirklich überlegen. Beziehungsweise würde ich die Frage etwas verändern, und auf eine Verallgemeinerung zu sprechen kommen, die in Bezug auf einen Sommelier oft besteht. Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Sommelier ausschliesslich Wein trinkt. Und nein, ich trinke wie alle anderen auch mal ein Bier, einen Kaffee und oft sowie gerne Wasser. (lacht)

Wie sind Sie zum Wein gekommen? Können Sie sich eventuell auch noch an den Tag erinnern, beziehungsweise den Anlass, an dem Sie Ihr erstes Glas Wein getrunken haben?
Was ich sagen kann, ich war sicher noch nicht 16 Jahre alt, als ich mein erstes Glas Wein getrunken habe. Meine Eltern stammen beide aus Italien und in den Sommerferien waren wir immer zu Besuch bei der Familie. Meine Grosseltern, die leider zu der Zeit bereits nicht mehr lebten, hatten über viele Jahre auch einige Rebstöcke, sodass noch immer im Keller Wein lagerte. Und daher haben wir auf jeden Fall schon als Heranwachsende dann und wann eine Mischung aus Wein und Gazosa getrunken.

Wann haben Sie entschieden, Wein zu Ihrer Passion und damit zu Ihrem Job zu machen?
Ich habe zunächst eine Ausbildung als Koch gemacht, dann noch eine weitere im Bereich Service. Und im Service ist es natürlich wichtig, dass Sie Grundsätzliches über Wein verstehen. Während dieser Zeit wurde ich auf die Ausbildung zum Sommelier aufmerksam und habe mehr aus einer Laune heraus gestartet. Mit Anfang 20 war ich dabei auf jeden Fall der Jüngste und einfach war es nicht.

Was war besonders schwierig?
Der Fruchtsalat. (lacht) Die anderen waren eben oft viel älter als ich und schmeckten immer irgendwelche schwarzen Oliven, gekochte Karotten und ähnliches beim Tasting. Ich habe dann echt daheim Karotten gekocht und versucht, dieses Aroma im Wein wiederzufinden. Ich habe sehr viel Blindtastings im Selbststudium gemacht, um hier besser zu werden. Und das neben meiner Arbeit, da ich die Ausbildung berufsbegleitend gemacht habe.

Gab es Momente, in denen Sie sich gefragt haben, warum Sie das eigentlich machen?
Sicher. Vor allem, weil Sie sehr schnell den Genuss verlieren, wenn es darum geht, im Privatleben einen Wein zu trinken. Es gibt gewisse Schlüsselwörter, um Weine zu beschreiben. Die gelten weltweit und sorgen für eine Art Einheitlichkeit bei der Bewertung. Doch wenn Sie dann abends mit Freunden eine Pizza essen gehen und dazu ein Glas Wein trinken, können Sie irgendwann nicht mehr abschalten. Dann geistern diese Worte sofort in Ihrem Kopf herum. Da ärgerst du dich dann plötzlich darüber, dass der Tisch nicht weiss ist, weil du die Farbe des Weines gar nicht optimal einschätzen kannst.

Durchhalten hat sich dennoch gelohnt. Sie tragen den Titel «Sommelier des Jahres 2024». Wie wichtig ist ein solcher Titel für Ihren Beruf, wie wichtig für Sie persönlich?
Sicher ist es beruflich enorm fördernd, wenn Sie einen Titel wie diesen tragen. Auch in meiner neuen Position als Weindirektor bei The Living Circle. Zudem gebe ich Masterclasses. Es wäre falsch zu sagen, dass Titel hier nicht wichtig sind. Gleiches gilt für mich persönlich. Natürlich bin ich stolz auf die Auszeichnung. Das tut dem Ego gut. Wer anderes sagt, der … und wenn Gäste im Restaurant mir dazu gratulieren, freut mich das enorm.

Was ist übrigens die grösste Sünde, die man einem Wein antun kann?
Wenn Sie ihn falsch lagern. Ich erinnere mich an einen Urlaub in Florenz. Da standen die Weinflaschen in einem Regal hinter dem Tresen. Draussen waren es gefühlt 50 Grad, drinnen 30 Grad und der Wein hatte ungefähr 29 Grad. Da darf es niemanden wundern, wenn der Wein nicht mehr schmeckt. Ich weiss, wie viel Arbeit die Winzerin, der Winzer in diese Flasche gesteckt haben, daher finde ich das einfach schade. Auf der anderen Seite ist es im Restaurant so, dass ich eben akzeptieren muss, wenn Menschen Cola in ihren Wein schütten oder Berge an Eiswürfeln. Wenn ich das nicht akzeptieren können würde, dürfte ich den Wein nicht auf die Karte setzen. Denn Kundinnen und Kunden bezahlen ihn und dürfen ihn geniessen, wie es für sie passt.

Sie arbeiten seit Jahren eng mit dem Sternekoch Stefan Heilemann zusammen. Wie wichtig ist die Partnerschaft für Sie?
Nach neun Jahren haben sich nun im Juni unsere Wege getrennt. Auch wenn das nicht ganz richtig ist. Denn in meiner Funktion als «Director of Wine» bei der Gruppe «The Living Circle» habe ich noch ein Büro im Widder Hotel. Aber wir haben eine tolle und intensive Zeit erlebt. Zuerst im Ecco, später dann im Widder. Denn als in der Pandemie das Restaurant geschlossen wurde, sind wir mit einem grossen Teil der Crew später in das Widder Hotel gewechselt. Wir beide sind ein wenig wie ein Ehepaar. Wir zoffen uns auch mal heftig, denn unsere Jobs sind sicher nicht die einfachsten. Aber wir kennen uns auf der anderen Seite so gut, dass wir absolutes Vertrauen ineinander haben und uns immer aufeinander verlassen können. Eine grossartige Zusammenarbeit.

Wie geht diese weiter in Ihrer neuen Rolle?
Wie gesagt: Das Widder gehört zur Gruppe von «The Living Circle». Daher werde ich auch weiter im Haus sein. Aber eben auch in anderen Häusern Masterclasses geben. Wir werden nicht mehr so eng miteinander arbeiten, wie wir es als Restaurantleiter und Küchenchef getan haben, aber immer noch regelmässig.

Dann ein Ausblick. Auch Weine unterliegen Trends. Was steht aktuell an?
Orange Weine, oder wie man auch sagt: Naturweine. Gerade in den nordischen Ländern und in den USA erleben diese gerade einen Trend.

Welchen Trend würden Sie persönlich aber niemals mitmachen?
Um beim Thema zu bleiben: Naturweine sind nicht meines. Ich habe jetzt schon einige probiert, aber ich werde nicht warm damit. Ich bin eher der klassische Sommelier. Weine, die nicht stabilisiert sind, finde ich schwierig. Aber wie bei vielen Dingen  sollte man Menschen nicht von einer Philosophie überzeugen wollen. Weder bei Nahrungsmitteln, Essgewohnheiten und auch nicht bei Weinen. Es muss einfach passen für einen persönlich.

Und zur Situation, zum Vis-a-Vis und zur Jahreszeit …
Genau so ist das.

Biografie

Der 36-jährige Stefano Petta hat seine Wurzeln in Italien, heute lebt und arbeitet er in Zürich. Die letzten Jahre hat er als Gastgeber die Menschen im Restaurant des Hotels Widder in Empfang genommen. Seit dem 1. Juni verantwortet er die Position als «Director of Wine» bei The Living
Circle. Ende 2023 erhielt er zudem die Auszeichnung zum «Sommelier des Jahres 2024». Er verfügt über eine Ausbildung als Koch wie auch Restaurationsfachmann und erwarb mit 22 Jahren das Diplom als Sommelier ASSP. Ein Jahr später kreierte er seine erste Weinkarte im Schweizerhof in Bern. Sein beruflicher Werdegang ist vor allem auch durch die schon jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Stefan Heilemann geprägt. Zusammen haben sie zunächst im ECCO in Zürich gearbeitet, seit 2020 sind die beiden als Duo für die hervorragenden Genüsse im Widder Hotel verantwortlich.

Photos Copyrights: Widder, The Living Circle

Ein gutes Essen ist für Menschen im Süden der Schweiz die perfekte Kombination aus regionalem Essen gepaart mit Wein, der ebenfalls im Tessin gekeltert wurde. Das Traditions-Weingut «Terreni alla Maggia» hat dahinter mit der neuen Marke «Cantina alla Maggia» die perfekte Grundlage gelegt.

Nichts passt besser zu Polenta als ein guter Wein. Gleiches gilt aber auch für Risotto. Und genossen werden alle drei am besten in der Tessiner Sonne. Beziehungsweise sind die Zutaten dank dieser optimal gereift. Das schreibt sich das Weingut «Cantina alla Maggia» seit dem Jahr 1930 regelmässig in die Agenda. Heute werden auf fast 100 Hektar zwischen Ascona, Locarno und der Magadino-Ebene mit Leidenschaft Wein, Reis und Mais angebaut. Das Einzige, was sich nun geändert hat, ist der Name. Denn einst hiess der landwirtschaftliche Betrieb «Terreni alla Maggia».

«Mit der neuen Marke Cantina alla Maggia betonen wir die Hingabe, mit der wir unsere Weinberge pflegen und unsere Weine produzieren», sagt Simon V. Jenny. Und der Direktor der «Cantina alla Maggia», «Terreni alla Maggia» und des «Castello del Sole Beach Resort & Spa» fügt an: «Der neue Auftritt der Weine und insbesondere die Wein-Etiketten widerspiegeln die Exzellenz unserer Weine. Es ist eine Hommage an unser Wachstum und ist Ausdruck der Qualitätsbestrebungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahren.»

Originalität geniessen

Die Rebstöcke nehmen derzeit rund 11,5 Hektar der Gesamtanbaufläche ein. Die Trauben zeugen dabei von Vielfalt. Beginnend beim traditionellen Merlot bis hin zum Bondola, einer autochthonen Traubensorte aus dem Tessin, ist das Geschmacksportfolio herausfordernd. Und natürlich darf der Grappa auch nicht fehlen, gleich drei Sorten werden jedes Jahr produziert. Plus genannte Mais- und Reisproduktion. Da weiss man kaum, wo mit dem Probieren beginnen.

Die Produkte werden im eigenen Laden direkt in Ascona verkauft. Die «Enoteca Alimentare» bietet dazu auch Besichtigungen, Degustationen und Events an. Aber es lohnt sich auch, einmal in ihrem Lieblingsrestaurant nachzufragen, denn die Produkte der «Cantina alla Maggia» wie auch «Terreni alla Maggia» sind in der ganzen Schweiz gefragte Rohstoffe, wenn es um feine Gerichte und süffige Begleiter geht.